Schulsozialarbeit wird neu aufgestellt

Dinslaken..  Für die Schulsozialarbeit, die aufgrund auslaufender Bundesmittel neu aufgestellt werden muss, hat der Schulausschuss gestern mehrheitlich eine Nachfolgelösung auf den Weg gebracht: Bis 2017 soll an sieben Grundschulen und an der Friedrich-Althoff-Sekundarschule jeweils eine halbe Stelle finanziert werden. Die jährlichen Gesamtkosten von 230 000 Euro werden zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent von der Stadt finanziert.

Der Bund hat bekanntlich die Finanzierung des Schulsozialarbeit aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets eingestellt. Damit die Angebote nicht ersatzlos gestrichen werden müssen, hat das Land eine vorläufige Weiterfinanzierung beschlossen - allerdings bleibt für die Kommunen im Kreis Wesel ein Eigenanteil von 40 Prozent. Bis 2017 sollen in Dinslaken statt wie bisher 300 000 nur noch 230 000 Euro in die Schulsozialarbeit fließen. Zielgruppe sind besonders Kinder aus bedürftigen Familien. Die Verwaltung hat gemeinsam mit den Trägern der Sozialarbeit ein Konzept erstellt, um die Ressourcen zu verteilen.

Bei der Auswahl der Schulen spielten Indikatoren eine Rolle wie der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund, mit besonderem Förderbedarf (emotional-soziale Entwicklung) oder der Anteil an Kindern aus armen Familien. Diese „erschwerten Bedingungen“ sind am häufigsten an der Bruchschule, Dorfschule, GGS Lohberg, Gartenschule und der Klaraschule anzutreffen. Daher erhalten diese Schulen je eine halbe Stelle für die Sozialarbeit, ebenso wie die Averbruchschule und die Schule Am Weyer, da sie Flüchtlingskinder unterrichten. Zusammen mit der Sekundarschule, an der die Sozialarbeit ebenfalls fortgesetzt werden soll, sind acht halbe Stellen geplant. Der Antrag von Daniel Schellbach (Die Linke), die Sozialarbeit weiterhin im bisherigen Umfang zu finanzieren (6 Vollzeitstellen), fand bei den anderen Fraktionen keine Zustimmung. Grundschulen, die keine eigenen Stellenkontingente erhalten, sollen bei Bedarf durch die Träger unterstützt werden. So sieht’s die Planung vor.

An den weiterführenden Schulen wird die Sozialarbeit aus einem anderem Topf finanziert. Auch hier soll das Konzept nach dem Auslaufen der beiden Hauptschulen neu überarbeitet werden, kündigte Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann an.