Schulen bereiten sich vor
11.08.2009 | 18:55 Uhr 2009-08-11T18:55:00+0200
Kinder und Eltern werden über Vorsichtsmaßnahmen informiert. Zusätzliche Seife wurde geordert.
Rita Meesters/Petra Keßler
Dinslaken/Voerde. Bei den Schülern mag die Nachricht vom planmäßigen Unterrichtsbeginn am Montag nicht gerade Begeisterung ausgelöst haben. Bei den Schulleitungen dagegen wird der Beschluss aus Düsseldorf grundsätzlich begrüßt. „Eine vernünftige Entscheidung”, meint zum Beispiel Bernd Saalfeld, Leiter des Hiesfelder Gymnasiums. „Eine Grippewelle wäre auf diese Weise auch nicht aufgehalten worden”. An allen Schulen werden jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
„Kontrolle alle zwei,
drei Stunden”
So hat das Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Dinslaken bei den Hausmeistern den Bedarf an Seife, Handtüchern und Papierkörben abgefragt. Insgesamt sind 100 Seifenspender, 70 Handtuchhalter und 100 Papierkörbe für rund 5000 Euro an die Schulen ausgeliefert worden, teilt Rathaussprecher Horst Dickhäuser mit. Bis Freitag will die Stadt Voerde ihre Schulen mit Flüssigseife und Papierhandtüchern beliefert haben.
Damit werden im übrigen alle städtischen Einrichtungen versorgt. Eine zusätzliche Bestellung dafür sei nicht aufgegeben worden. „Wir waren schon vorher darauf eingestellt und haben Vorsorge betrieben”, erklärt Voerdes Schuldezernent Egon Dames. Alle zwei, drei Stunden soll an den Voerder Schulen der Vorrat an Seife und Papierhandtüchern von den Hausmeistern kontrolliert werden.
Außerdem wollen die Schulen Kinder und Eltern über die Ansteckungsgefahren informieren. In einem Elternbrief des Hiesfelder Gymnasiums, der am Montag ausgeteilt wird, sind zum Beispiel auch Hygienemaßnahmen ein Thema. Außerdem wird auf die Internetseite www.pandemierisiko.info verwiesen. Über einen Elternbrief will auch die Realschule im GHZ informieren.
Die Gesamtschule sowie das Gymnasium in Voerde etwa wollen auf ihrer Homepage Hinweise einstellen. Die Realschule plant einen Elternbrief, auch über entsprechende Aushänge wird dort nachgedacht. An der Gesamtschule Voerde sei auch eine Thematisierung im Biologie-Unterricht im Gespräch, wie deren Leiterin Martina Gottlieb erläutert.
Lehrer sollen zusätzlich mit ihren Klassen über das Thema reden, zum Beispiel über Ansteckungsgefahren bei Begrüßungsritualen. Alfons Knauer, Konrektor der Realschule Voerde, geht allerdings davon aus, dass diese dann bereits auf dem Schulhof stattgefunden haben, wenn sich die Kinder und Jugendlichen nach Wochen wiedersehen. Eine gezielte Vorbereitung auf die Information der Schüler wird es an seiner Schule am Montag im Zuge der Dienstbesprechung geben, an der Gesamtschule Voerde heute während der ersten Dienstbesprechung nach den Ferien und am Gymnasium Voerde morgen in der vorbereitenden Lehrerkonferenz. Anne Jung-Wanders, Leiterin des Gymnasiums Voerde, hofft, dass die Hinweise von den Schülern umgesetzt werden und sie „mit Eigenverantwortung die Dinge verfolgen”.
Am Otto-Hahn-Gymnasium in Dinslaken wurden die Klassenräume zusätzlich mit Seife und Handtüchern ausgerüstet. Schulleiterin Christine Rolf setzt auch auf den gesunden Menschenverstand: „Ich denke, die Eltern sind so vernünftig, dass sie uns informieren, wenn etwas ist.”
Wolfgang Streuff, Schulleiter der GHZ-Hauptschule, ist ebenfalls froh, dass die Schule planmäßig beginnt: „Alles andere wäre Hysterie gewesen. Wenn jemand betroffen ist, kann man immer noch handeln”.
„Kein Anlass
zur Panik”
Auch an den Dinslakener Grundschulen bleibt man gelassen. Auf einer planmäßigen Schulleiterbesprechung gestern Morgen sei auch die Schweinegrippe Thema gewesen, so Baldur Bertling von der Averbruchschule. „Wir sehen keinen Anlass zur Panik. Angesichts des überschaubaren Verlaufs der Grippe hätten wir eine Verlängerung der Ferien für überzogen gehalten.” Alle Klassenräume sind ohnehin mit Seife und Handtüchern ausgerüstet, so Bertling.
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