Schüler müssen mehr Lärm in Kauf nehmen

Hünxe..  Einstimmig befürwortete gestern der Hünxer Haupt- und Finanzaussschuss die Planungen zur Sanierung (1,55 Mio. Euro) und Erweiterung (1,35 Mio. Euro) der Gesamtschule Hünxe. Diese hatte das Büro formfactum aus Uedem der Politik noch einmal im Detail vorgestellt. Bei der Sanierung des Gebäudetraktes C einigte man sich schnell auf Mineralwolle als Wärmeverbundsy-stem, auch die Sanierung des Fassadensockels (nach Vandalismusschäden) und der WC-Anlagen wurden mit der Schulleitung abgestimmt. Die Erweiterung der Gesamtschule um vier Klassenräume schließt ebenerdig und barrierefrei an den Bestand an und erfolgt im Verbundsy-stem mit Klinkern.

Insgesamt müssen sich Schulleitung, Lehrer und Schüler für ein gutes Jahr auf eine knappe Raumversorgung einstellen. Der Zeitplan bei der Sanierung sieht laut Planungsbüro vor, dass die lärmintensiven Maßnahmen kurz vor und in den Sommerferien beginnen (Abi-Klausuren könnten auch im Sitzungssaal des Rathauses geschrieben werden). Die Gesamtmaßnahme soll hier im Oktober 2015 abgeschlossen sein.

Der Zeitplan für die Erweiterung ist länger. Nach Genehmigungs- und Ausführungsplanung (der Bauantrag soll Mitte März gestellt werden) beginnen die Baumaßnahmen ab diesem Sommer, der Rohbau soll zum Jahreswechsel 2015/16 fertig sein. Die gesamte Baumaßnahme könnte Mitte April 2016 (nach den Osterferien) abgeschlossen werden, so die Planer.

„Wir sind im Zeitdruck und haben die Einzelgenehmigung durch die Finanzaufsicht des Kreises schon im Haus“, betonte Bürgermeister Hermann Hansen. Der Dringlichkeitsbeschluss des Haupt- und Finanzausschusses zur Erweiterung sei notwendig gewesen. Hansen: „Oberstes Gebot ist die Sicherung unserer Gesamtschule.“ Und er fügte schmunzelnd hinzu: „Ich gehe davon aus, dass wir auch artenschutzmäßig keine Überraschung erleben.“