„Schlechter Verlierer“

Dinslaken..  Die UBV hat mit Verwunderung die Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Jürgen Buchmann, zur Kenntnis genommen, die - so die UBV - „jedes Demokratieverständnis vermissen lassen“. Auch könne der mündige Bürger keinen anderen Schluss ziehen, als dass sich die SPD in großer Erklärungsnot für ihr gedankenloses Handeln befinde und nur durch an Beleidigung grenzendes Verhalten von ihrer Fehlentscheidung abzulenken versuche. Geradezu wohltuend sei es da zu wissen, dass selbst in den eigenen Reihen der SPD schon vor der Beschlussfassung mehrere Zweifler auf die vorhersehbaren Folgen hingewiesen haben sollen. „Das Bürgerbegehren ist demokratisch herbeigeführt, Herr Buchmann ist ein schlechter Verlierer“, fasst UBV-Vorsitzender Ulrich Kemmerling zusammen. Eher zurückhaltend fällt da im Vergleich dazu die Kritik an CDU-Fraktionschef Heinz Wansing aus: „Dagegen vermögen die Begründungsversuche des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Heinz Wansing, zwar nicht zu überzeugen, sie wurden jedoch in relativ sachlicher Form abgegeben“, so Kemmerling. Aus Wansings Worten will der UBV-Vorsitzende sogar ablesen, „dass diese Partei in Zukunft wieder etwas eigenständiger auftreten möchte und ihre Tätigkeit als Opposition im Interesse der Bürger unserer Stadt ausüben wird“. Vor dem Hintergrund überrascht es nicht, dass die UBV die Fortführung des Bürgerbegehrens begrüßt, für das bereits 3000 der 3300 benötigten Unterschriften vorliegen sollen.

Ratsherr Heinrich Mühmert (Offensive Dinslaken) kritisiert die Art und Weise, wie SPD und CDU die Rücknahme des Ratsbeschlusses gerechtfertigt haben, als „arrogant und nicht richtig“.