Schicht hinterm Bauzaun

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Das Bühnenprogramm der Extraschicht in Lohberg hatte Qualität. Trotzdem hörte man im Publikum auch enttäuschte Stimmen. Unter dem Motto „Wechselschicht“ stand erstmals der Bergpark im Zentrum. Das eintrittspflichtige Veranstaltungsareal beschränkte sich allerdings auf den schmalen Parkplatz zwischen Wasserturm und Kletterwand, wo sich Essensbuden wie auf dem Rummelplatz zwischen zwei Bühnen drängten. Vom Reiz der Nacht der Industriekultur, einen außergewöhnlichen Ort zu erkunden, zu entdecken und sich dort von Kunst und Kultur überraschen zu lassen, blieb zwischen enggesteckten Bauzäunen wenig. Wer zum Kraftwerk im Park wollte, musste sich an einem geparkten Lieferwagen vorbeischieben, der Weg zu Schüttes „Hasen“ war abgesperrt.

Die „Extraschichtler“, die mit Kamera und Stativ ausgerüstet auf der Suche nach Industrieaufnahmen waren, fanden den Weg über die Hünxer Straße vorbei an der Kraftzentrale zurück zum Lohberg Corso. Dort stellte sich Extraschicht-Stimmung ein, als von der Bühne Kordula Völkers Dinslaken-Lied bis zum Förderturm hallte. Den Zugang zum Extraschicht Terrain versperrte allerdings ein gut gesicherter Bauzaun mitten über den Weg. Hier hätte man für diese besondere Nacht eine Lösung finden sollen. Denn die Extraschicht ist nicht nur ein Forum für Musik und Show, sondern auch eine überregionale Werbung für den Standort.