Schaukeln fehlen, Geräte abgebaut

Dinslakens Spielplätze sind in einem schlechten Zustand, sagt Thomas Giezek.
Dinslakens Spielplätze sind in einem schlechten Zustand, sagt Thomas Giezek.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Thomas Giezek, ärgert sich über den schlechten Zustand der Spielplätze und fordert ein Investitionsprogramm

Dinslaken..  Einige Baustellen gibt es derzeit in Dinslaken – auf den Spielplätzen tut sich jedoch nichts, hat Thomas Giezek festgestellt. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses ist darüber ziemlich verärgert – denn spätestens seit Anfang 2014 weiß die Verwaltung Bescheid über die Mängel auf einer Reihe der Flächen: Nicht nutzbare Spielgeräte, Sand, der – wie Giezek es ausdrückt – „Silberhochzeit feiert“ und giftige Pflanzen. Der SPD-Ratsherr fordert ein Investitionsprogramm für die Spielplätze, das schon für 2015 mit 100 000 Euro ausgestattet werden soll. Außerdem will er wissen, ob die Gelder, die in den letzten vier Jahren in den Haushalt für Spielflächen eingestellt worden sind, auch dafür ausgegeben wurden.

Gerade in den vergangenen Wochen haben Eltern und Großeltern mit ihrem Nachwuchs aufgrund des Kita-Streiks häufiger die Spielplätze besucht und sich bei Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses über den Zustand einiger Flächen beschwert. Thomas Giezek hat sich vor Ort ein Bild gemacht und findet die Hinweise berechtigt. Selbst die Kinder, die Giezek antraf, hätten sich zum Beispiel über den schmutzigen Sand beklagt.

Thomas Giezek ist nun sauer. Seit Anfang 2014 – der letzten Bereisung durch Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und Vertretern der Verwaltung – seien die Mängel bekannt gewesen. Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann sei bei einigen Terminen selbst dabei gewesen. Außerdem habe man ihr einen USB-Stick mit den Beobachtungen und Anregungen der Beteiligten übergeben. Zwar wurden jüngst einige neue Angebote für Kinder geschaffen, aber: „Spielplätze sind nur dort entstanden, wo es Fördertöpfe gab“, kritisiert Giezek. Andernorts hat er dagegen fehlende Schaukeln (zum Beispiel Rabenkamp, Fliederweg, Voerder Straße), Seilbahnen ohne Sitz (Fischerbusch), halb demontierte Spielgeräte (Abenteuerspielplatz Lohberg) und Giftpflanzen (zum Beispiel Wilhelm-Lantermann-Straße) entdeckt. „Sind das Sparmaßnahmen auf Kosten der Kinder?“, fragt Giezek.

Er regt an, dass der Rat am 23. Juni über ein Investitionsprogramm entscheidet und erwartet Antworten unter anderem auf die Frage, was seitens der Verwaltung nach der Bereisung der Spielplätze geschehen ist, warum Giftpflanzen nicht entfernt wurden und wie hoch die Kosten für die Reparatur defekter Spielgeräte sind. Es soll zuvor auch eine Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses geben.

„Viele Spielgeräte mussten mittlerweile aufgrund notwendiger Sanierungsmaßnahmen abgebaut werden, Geld für bauliche Unterhaltung wurde in den vergangenen Jahren nur in geringem Maß zur Verfügung gestellt und in den seltensten Fällen für die Sanierung und Werterhaltung von Spielgeräten genutzt. Es besteht mittlerweile ein immenser Investitionsstau“, so Giezek. Er sieht in erster Linie die Dezernentin in der Pflicht. „Die Mitarbeiter vom DIN-Service und Jugendamt können nichts dafür“.