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Sanierung der B8 sorgt für Ärger

31.05.2012 | 23:00 Uhr
Sanierung der B8 sorgt für Ärger
/ WAZ FotoPool

Dinslaken.   Die Kritik: Kein Flüster-Asphalt und mangelhafte Beschilderung

Zum wiederholten Male ruft die derzeit laufende Sanierung der B8 an der Stadtgrenze Dinslaken/Voerde Kritik hervor. „Als ich gehört habe, dass hier kein Flüster-Asphalt aufgebracht wird, bin ich aus allen Wolken gefallen“, sagt Kirsten Slembek. Die Dinslakenerin wohnt etwa in Höhe des Gasthofs Ortmann und ist vom Autolärm geplagt. Täglich fahren rund 20 000 Autos in diesem Bereich über die B8. „Wenn die Verlängerung der A59 schon in der Schublade verschwindet, wäre es doch zumindest eine Option gewesen, hier durch den entsprechenden Belag für etwas mehr Ruhe zu sorgen“, so Slembek. Diese Notwendigkeit sah der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW offenbar nicht, eine Stellungnahme zur Anfrage der NRZ soll heute erfolgen.

Die Stadt Dinslaken sieht derweil keine Veranlassung, den Flüster-Asphalt aus eigener Tasche zu zahlen, weil der Landesbetrieb zuständig ist. „Wenn wir dort, wo wir nicht Baulastträger sind, Flüster-Asphalt bezahlen würden, wäre das ein Fass ohne Boden“, so Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Wäre die B8 in städtischer Verantwortung, sähe die Sache womöglich anders aus: Als die Stadt zuletzt die Hünxer Straße sanierte, wurden Fördermittel für Flüster-Asphalt beantragt - und bewilligt.

Auch die Beschilderung sorgt für Ärger, man werde einfach schlecht geleitet, beklagen Anrainer. Zu spät erfahre man etwa, dass die Kreuzung B8/Augustastraße nicht nutzbar sei, viele stünden dann ratlos vor der Sperrung und müssten sich eine Umleitung suchen.

Noch größer werden die Probleme für kleine Verkehrsteilnehmer: Grundschulkinder, die auf dem Weg zur Bruchschule die B8 queren müssen, waren in den vergangenen Tagen häufig verunsichert, weil etwa die Ersatz-Bedarfsampel vorübergehend nicht funktionierte oder Baustellen-Fahrzeuge die Situation undurchsichtig machten. Eingesetzte Polizeibeamte konnten verunsicherten Kindern und besorgten Eltern nur teilweise helfen.

Ralf Kubbernuß


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