Das aktuelle Wetter Dinslaken 13°C
Umwelt

Rotbachsee künstlich beatmet

15.07.2010 | 18:01 Uhr

Dinslaken.Seit Dienstag wälzt der Lippeverband das Wasser des Rotbachsees um. Anfangs waren es zwei Kreiselpumpen; seit Mittwochabend wird auch noch eine dritte Pumpe eingesetzt, um den Sauerstoffgehalt in dem flachen Gewässer hochzuhalten.

Diese Belüftung sei angesichts der Hitze nötig, so der Lippeverband, um einem möglichen Fischsterben vorzubeugen.

Anhaltende Hitze
bereitet Verband Sorgen

Die Mitglieder des Angelsportvereins Dinslaken, die in dem See ihre Fische eingesetzt haben, dankten dem Verband bereits für die schnelle Reaktion. Bereits im Mai hatte der Pressesprecher des ASV Dinslaken, Hans Jürgen Woydich, die Befürchtung ausgesprochen, dass es um die Wasserqualität des in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre angelegten künstlichen Gewässers nicht zum Besten stehe. Woydich plädierte damals im Gespräch mit der NRZ für eine Grundreinigung, weil der Boden mit einer bis zu 40 Zentimeter dicken Schicht von Schlamm und Blattwerk bedeckt sei. Auch die Tatsache, dass unbelehrbare Spaziergänger Enten und Gänse am See immer wieder mit Brot füttern, machen die Angler für Verunreinigungen des Wassers mitverantwortlich.

Der Lippeverband nahm damals außerplanmäßig Sauerstoffmessungen im Rotbachsee vor. Deren Ergebnisse waren Ende Mai allerdings noch unauffällig.

Durch die seit mehreren Wochen anhaltende Hitze sieht die Lage momentan anders aus. „Bei typisch sommerlicher Großwetterlage trat hier immer wieder eine starke Sauerstoffzehrung auf, die dazu führte, dass der See – ökologisch betrachtet – umkippte“, sagte Berthold Oberkönig vom Lippeverband. Sichtbar werde das leider erst, wenn es bereits zum Fischsterben komme.

Die Maschinen am Damm des Sees pumpen Wasser ab und befördern es wieder in den See zurück. Durch diesen Kreislauf wird Luft ins Wasser gebracht.

„Maßnahme ist
vorsorglich und freiwillig“

Die Belüftung des künstlichen Gewässers geschehe vorsorglich und freiwillig; der Verband sei nicht unbedingt dazu verpflichtet, heißt es weiter. Verpflichtet sei man unter anderem nur zu täglichen Sauerstoffmessungen im See bei hohen Temperaturen.

Der Einsatz von drei Pumpen werde fürs Erste reichen, meinen die Experten. Die Maschinen sollen erst einmal bis zur nächsten Woche eingesetzt werden.

Heinz Ingensiep

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3387961/create

Aktuelle Fotos und Videos
Ruhrpott Rodeo 2012
Bildgalerie
Punk-Festival
STV Huenxe
Bildgalerie
Fussball
Kreis Pokalspiel
Bildgalerie
Fussbal
Landtagswahl 2012
Bildgalerie
Landtagswahl
Aus dem Ressort
Sanierung der B8 sorgt für Ärger
Sanierung
Die Kritik: Kein Flüster-Asphalt und mangelhafte Beschilderung
Wieder Trickdiebe am Geldautomaten
Polizei
76-Jähriger beim Abheben bestohlen