Rauchwolke löste Alarm aus

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Kreis Wesel warnte die Bevölkerung durch Sirenen. Fenster und Türen sollten geschlossen, Kinder und Jugendliche bis 14 Uhr in Kitas und Schulen bleiben.

Dinslaken/Voerde/Hünxe.. Der Großbrand in einem Düngemittellager in Krefeld hatte Auswirkungen bis in die hiesige Region: Deutlich wahrnehmbar war der Brandgeruch zeitweise zum Beispiel in Teilen des Dinslakener Stadtgebietes, als die Wolke über den Niederrhein zog. Der Kreis Wesel hatte am Mittag um 11.57 Uhr vorsorglich den Alarm „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst, im ganzen Kreisgebiet war der Sirenenton zu hören.

Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten und Rundfunkgeräte einschalten. Die Dinslakener Stadtverwaltung empfahl Schulen und Kitas, dass Kinder und Jugendliche bis 14 Uhr die Räume nicht verlassen sollten.

Diese Maßnahmen, so betonten Stadtverwaltung und Feuerwehr, waren jedoch reine Vorsorge. Eine Gefahr für die Gesundheit hätte nicht bestanden. Die Feuerwehr Dinslaken führte mit vier Fahrzeugen Messungen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet durch, stellte aber keine erhöhten Schadstoffwerte fest, wie Sprecher Christian Tholl mitteilte. Dennoch wurde weiter empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen abzuschalten.

DIN-Service brach Runde ab

Viele Eltern holten ihre Kinder von der Schule oder der Kindertagesstätte ab. Gegen 14 Uhr gab die Verwaltung Schulen die Empfehlung, dass Kinder, die nicht abgeholt werden, mit dem Bus fahren oder auf direktem Wege nach Hause gehen können, noch in den Schulen bleiben sollten.

Die Müllabfuhr-Mitarbeiter des DIN-Service brachen gegen Mittag ihre Runde ab. Liegen gebliebener Sperrmüll und Papier, versichert die Stadtverwaltung, werde heute abgeholt.

Am Nachmittag wurde die Warnung für den Kreis Wesel aufgehoben, dennoch waren in Dinslaken, Moers und Voerde zum Teil noch Geruchsbelästigungen festzustellen.

In Voerde wurden von der Feuerwehr – koordiniert von der Kreisleitstelle – Messungen in Möllen vorgenommen. Dabei wurden laut der Beigeordneten Simone Kaspar keine gesundheitsgefährdenden Werte festgestellt. Die Schulen und Kitas im Voerder Stadtgebiet wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem konnten die Schulleitungen entscheiden, ob besorgte Eltern ihre Kinder früher abholen können, wie Kaspar erläuterte.

In Hünxe wurden „in Absprache mit dem Gesundheitsamt keine besonderen Maßnahmen ergriffen“, wie Hauptamtsleiter Klaus Stratenwerth erklärte