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„Der Wendler“

Prozess-Lawine in Sachen Wendler

05.11.2012 | 17:35 Uhr
Prozess-Lawine in Sachen Wendler
Foto: Lars Froehlich

Dinslaken.   Schlagersänger schloss mit einem Elektrounternehmen vor dem Landgericht einen Vergleich. Sechs weitere Prozesse beschäftigen derzeit noch die Justiz.

Wie viele Fans Michael Wendler unter Juristen beim Landgericht Duisburg hat, ist unbekannt. Sicher ist, dass er eine ganze Reihe von ihnen beschäftigt. Gestern waren die Geschäfte des 40-jährigen Dinslakeners erneut Gegenstand eines Zivilverfahrens. Diesmal ging es um 71.000 Euro, die ein Elektrounternehmen für Arbeiten forderte, die beim Umbau der Wendler-Villa 2011 geleistet worden sein sollen.

105.000 Euro hatte Wendler bereits gezahlt. Doch durch angeblich immer neue Zusatzaufträge soll noch ein hübsches Sümmchen offen geblieben sein. Was der Beklagte anders sah: Es seien zu viele Arbeitsstunden und falsche Materialien abgerechnet worden und die Firma habe in einigen Fällen gepfuscht. Durch seine Anwälte reichte Wendler Gegenklage ein und forderte 20.000 Euro zurück.

Vor Gericht hielten es die Parteien gestern für geraten, sich auf einen Vergleich zu einigen. Wendler will nun 42.500 Euro bezahlen. Bis 19. November hat er Zeit, diese Entscheidung zu überdenken. Nach Ende der Widerrufsfrist muss er innerhalb von zehn Tagen zahlen.

Richterspruch erwartet

Langwierige Rechtsstreitigkeiten hat der Wendler-Clan augenblicklich schon reichlich. Sechs weitere Prozesse sind anhängig. Unter anderem fordert ein ehemaliger Tourbegleiter rund 230.000 Euro Tantiemen; Geld, das für die Beteiligung an einer CD und für das Betreuen einer Band mit dem illustren Namen „Die Zipfelbuben“ angefallen sein soll. Das Gericht verurteilte Wendlers Managerin und Ehefrau Claudia Norberg dazu, Geschäftsunterlagen offen zu legen, um die Höhe der Ansprüche zu prüfen.

Übermorgen wird ein Richterspruch in Sachen „Eichsfelder Freunde“ erwartet. Die Landwirte aus Thüringen fordern 12.000 Euro Gage von dem Schlagersänger für einen technisch misslungenen Auftritt zurück. Der sieht den Fehler übrigens beim Veranstalter.

Um einen Pferdehandel geht es in einem anderen Fall: Die Hälfte des Kaufpreises von 20.000 Euro fordert eine Frau zurück, die von Wendler ein Tier erstand. Das Pferd soll sich als älter und nicht so vollblütig erwiesen haben, wie der Vierbeiner, den die Frau haben wollte.

Und auch die Sache mit dem Wendler-Café, das ein Fan auf Mallorca eröffnen und für den Namen 100.000 Euro bezahlen wollte, ist nicht ausgestanden. Das Geschäft kam nicht zustande, kassieren wollte der Wendler-Clan trotzdem. Das Landgericht urteilte, dass eine Anzahlung von 33.000 Euro zurückgezahlt werden muss. Das Wendler-Management legte dagegen Berufung ein.

Bodo Malsch

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Kommentare
07.11.2012
19:23
Prozess-Lawine in Sachen Wendler
von Danzel | #1

hm soviele prozesse und alles soll erfunden oder gelogen sein?

und dann sind die ersten resultate öffentlich und es kommt kein sieg vom wendler durch. mysteriös.

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