Polizei trainiert in Voerde Amokszenarien

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Was wir bereits wissen
Die leer stehende Pestalozzischule wird dienst bis zu ihrem geplanten Abriss als Trainingsstandort.

Voerde..  Die leer stehende Pestalozzischule wird bis zu ihrem geplanten Abriss der Polizei als Trainingsstandort dienen. Geübt werden sollen an der Stelle Amokszenarien, wie Sabine Vetter, Sprecherin der Kreispolizei, gestern auf NRZ-Anfrage erklärte. Für die Polizei ist das nichts Neues. Seit mehr als zehn Jahren, nach dem Amoklauf von Erfurt, gehört ein solches Training für sie zum fes-ten Programm. „Man muss das üben, damit man im Ernstfall handlungsfähig ist, betont die Polizeisprecherin. Mit der Pestalozzischule verfügt die Polizei im hiesigen Kreis laut Vetter nun über einen zweiten Trainingsstandort. Der andere befindet sich in einem ehemaligen Kindergarten in Hünxe-Gartrop. Bis August 2013 war die Trainingsstätte der Polizei in Räumen der heutigen Montessorischule in Rheinberg untergebracht.

Nach Angaben der Stadt Voerde werden die Einsatzlagen in dem Gebäudeteil der seit vergangenem Sommer geschlossenen Pestalozzischule simuliert, der sich vom Straßenraum weiter zurück liegend befindet. Die Nutzung werde ausschließlich im Gebäude stattfinden. Die Übungen beginnen voraussichtlich ab der nächsten Woche. Die Nutzung ist zeitlich begrenzt – bis zum Abriss der alten Grundschule. Die Stadt will das Gelände als Wohnbaufläche weiter entwickeln. Die konkreten Pläne dazu will die Verwaltung den politischen Fachgremien im März vorlegen.