Politik entscheidet jetzt über Fusion

Was wir bereits wissen
Die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses mit Wesel sind geprüft worden. Ende des Monats soll die Lokalpolitik die Weichen auf Grün stellen.

Dinslaken/Voerde/Hünxe..  Die Weichen sind gestellt, das Ziel steht fest: Die beiden Sparkassen Dinslaken-Voerde-Hünxe und Wesel-Hamminkeln-Schermbeck wollen fusionieren. Ende Juni sollen die Lokalpolitiker in den jeweiligen Räten die Signale auf Grün stellen. Wenn alles bis zum 31. August klappt, könnte der Zusammenschluss rückwirkend zum 1.Januar 2015 gelten. Wenn nicht, soll die neue Sparkasse am 1. Januar 2016 ihre Arbeit aufnehmen.

Über den aktuellen Stand der Gespräche sind die Lokalpolitiker aus Dinslaken, Voerde und Hünxe in einer gemeinsamen Sitzung informiert worden. Über mehrere Stunden dauerte die Veranstaltung im Rathaus Voerde, bei der es auch viele Nachfragen gab. „Es wurde dargestellt, welche Chancen bestehen, eine selbstständige, lokal verankerte und leistungsfähige Sparkasse zu bekommen“, so Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, der zugleich auch Vorsitzender des Verwaltungsrates ist. Die nun gewollte Fusion sei nicht nur eine Chance für Dinslaken, sondern auch für die Verbandssparkasse Wesel. „Die Zeiten sind leider für Sparkassen nicht günstig“, so Heidinger. Weshalb sich auch die Weseler Sparkasse neu aufstellen müsse. Die bisherigen Verhandlungen seien auf Augenhöhe geführt und sehr harmonisch verlaufen. Jetzt gehe es darum, die Beschlüsse, die Ende Juni die Räte in Dinslaken, Voerde und Hünxe zu treffen haben, vorzubereiten. Dabei geht es einmal darum, die Fusion abzusegnen, und zum anderen einer Kapitalzufuhr von insgesamt 30 Millionen Euro zuzustimmen. Das sei nötig, um auch in Zeiten von steigenden regulatorischen Anforderungen ausreichend Kapital zu haben. Zehn Millionen Euro bringt die Verbandssparkasse Wesel ein, die restliche Summe teilen sich die Trägerkommunen der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe. Entsprechend ihren Anteilen wären es für Dinslaken zwölf Millionen Euro, für Voerde sechs Millionen Euro und Hünxe zwei Millionen Euro. Geld, das aber nicht sofort überwiesen werden muss. Die Räte geben eine Garantie. Läuft es in den kommenden Jahren schlecht, wäre das Geld in fünf bis zehn Jahren fällig. Auf der anderen Seite erhöhen sich aber mit sofortiger Wirkung die Anteile der Kommunen an der neuen Sparkasse.

Aus Sicht der beiden Sparkassen hätten die Ergebnisse der in den letzten Wochen und Monaten sehr detaillierten und intensiv durchgeführten Vorstandsarbeiten sowie Prüfungen durch Experten die Verantwortlichen darin bestärkt, dass mit einer Fusion der Sparkassen die Grundlage für eine weiterhin erfolgreiche Sparkassenlandschaft in der Region gelegt werden können.