Politik beschließt Heizung für die Fliehburg

Dinslaken..  Die Flüchtingsunterbringung „An der Fliehburg“ soll an die Fernwärme angeschlossen werden. Die Investition von 130 000 Euro für die ersten elf Baracken und der Versorgung durch die Fernwärme Niederrhein hat der Bauausschuss gestern einstimmig beschlossen.

Verwaltung und Politik sehen es als notwendig an, dass die Fliehburg eine neue Wärmeversorgung erhält. Derzeit werden die Baracken dezentral beheizt, teilweise elektrisch, teilweise mit Öl und – bedingt durch die ursprüngliche Nutzung als Bergmannsheime – mit Koksheizungen. Die Fliehburg-Gebäude so zu heizen, kostet jährlich 160 000 € (bei einem CO2-Ausstoß von 1 200 t pro Jahr). Nun soll auf dem Gelände eine zentrale Wärmeerzeugung aufgebaut werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Versorgung durch Elektronachtspeicherheizungen bis 2019 ersetzt werden muss. Ein weiteres Argument ist die altersbedingt nur noch eingeschränkte Betriebssicherheit der Anlagen.

Versorgen will das Gelände die Fernwärme Niederrhein (FN) und das Fernwärmenetz dafür erweitern. Ausgehend von einer Abnahme von 600 KW als erste Stufe ergibt sich ein Jahresbetrag von 106 680 Euro. Zwar hatte ein anderer Anbieter ein gut 18 000 Euro günstigeres Angebot für eine Flüssiggas-Heizung vorgelegt, doch die FN ist neben dem Aufbau des Netzes und der Lieferung von Fernwärme als Eigentümer der Anlage auch für den störungsfreien Betrieb verantwortlich. Sämtliche Kosten im Zusammenhang mit Unterhaltung, Wartung und Störfallbeseitigung sowie Reparaturen gehen zu Lasten der Fernwärme Niederrhein. Zur Abnahme der Fernwärme sind Installationsarbeiten in den Bestandsgebäuden erforderlich, die dafür veranschlagten 130 500 Euro sollen von der Stadt finanziert und über 25 Jahren abgeschrieben werden. Die ersten elf Baracken will man bis zur Heizperiode im Herbst anschließen, die ausstehenden 15 dann im kommenden Jahr.