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Abgrabung Fliehbeckshof

Planfestellungsverfahren beginnt

03.01.2016 | 23:00 Uhr
Planfestellungsverfahren beginnt
Die zukünftige Abgrabungsfläche Fliebeckshof am Schwarzen Weg in Hünxe-Bruckhausen.Foto: Fremdbild

Hünxe.   Die Unterlagen für den östlichen Teil der Abgrabung Fliehbeckshof liegen bis zum 4. Februar in Hünxe und Voerde aus

Vor einigen Jahren hatte die Kreisverwaltung die Genehmigung nicht erteilt. Nun, nach einigen Verhandlungen vor Gericht, in dem das Unternehmen Recht bekommen hat, stellt die Firma Heidelberger Kieswerke Rhein-Ruhr GmbH einen neuen Antrag für die Abgrabung auf einer Fläche in Bruckhausen. Dabei geht es um den östlichen Teil der Abgrabung Fliebeckshofs. Auf einer Fläche von 17,5 Hektar will das Unternehmen Kies und Sand gewinnen.

In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschuss stand der Antrag auf Planfeststellung erneut auf der Tagesordnung. Aus Sicht der Gemeinde gibt es nach den planungsrechtlichen Vorgaben nichts gegen das Vorhaben zu sagen. Denn im Gebietsentwicklungsplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99, heute Regionalplan genannt) ist der vorgesehene Abgrabungsbereich als Freiraum für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze sowie als Oberflächengewässer dargestellt. Nicht maßgeblich sind nach Sicht der Verwaltung die Darstellungen im Flächennutzungsplan der Gemeinde Hünxe: Er stellt für den Bereich im Wesentlichen Flächen für die Landwirtschaft dar. Da sich dieser Plan aber an die Ziele der Raumordnung, also an den Regionalplan anzupassen habe, sei die Darstellung des FNP nicht maßgeblich.

Auch wenn die Gemeinde planungsrechtlich keine Bedenken gegen die Abgrabung Fliebeckshof 2. Tranche habe, gibt es einiges, das die Kreisverwaltung bei der weiteren Prüfung des Antrages beachten sollte. Zum einen wäre es der unterschiedliche Wasserspiegel in dem mittleren und östlichen See. Nach den Antragsunterlagen stellt sich für den mittleren See eine Höhe des Wasserspiegels von 23 Meter über NN und für den östlichen See eine solche von 21,8 Meter über NN ein. Beide Teile sollen durch einen zwei Meter hohen Damm getrennt werden. In einem Havariefall würde sich der Wasserspiegel insgesamt für den östlichen Teilsee erhöhen. Die Verwaltung bemängelt, dass in den Antragsunterlagen ein solcher Havariefall nicht berücksichtigt ist. „Da keine Höhenangaben über NN zu dem Damm vorliegen, kann nicht beurteilt werden, ob die beabsichtigten Maßnahmen ausreichend sind“, heißt es in der Vorlage.

Die Gemeinde regt an, einen möglichen Havariefall - Bruch des mittleren und östlichen Dammes - und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Umgebung zu prüfen. Ergänzend wird angeregt, die Standsicherheit und Dichtigkeit der Dämme überwachen zu lassen. Da die Abgrabung sich teils im Überschneidungsbereich zu Hochwasserbereichen befindet, müssten negative Wechselwirkungen auf die Umgebung ausgeschlossen werden. Und die uneingeschränkte Nutzbarkeit des Schwarzen Weges und des Tenderingsweges sei während der gesamten Dauer der Maßnahme zu gewährleisten.

Michael Turek

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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/planfestellungsverfahren-beginnt-id11425103.html
2016-01-03 23:00
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