Pferdeschau auf dem Gutshof Glückauf

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Hünxe..  Die Pferdezucht sei ein besonderes Hobby, das immer außergewöhnlicher, weil seltener werde. Vor sechs Jahren wurden im Kreis Wesel noch doppelt so viele Fohlen geboren wie heute, berichtet Jörg Zahn, Vorsitzender des Pferdezuchtvereins des Kreises Wesel. Rund 7000 Pferde zählten die Kenner im Kreis insgesamt. Dabei sei die Pferdezucht auch ein Wirtschaftsfaktor: vom Boxenbauer über den Tierarzt bis zum Hufschmied und zum Saatguthersteller, so Zahn.

Immerhin 120 junge Pferde und Stuten werden es sein, die sich am Donnerstag, 25. Juni, ab 10 Uhr auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe zur Fohlenschau und Stuteneintragung versammeln. Im Schritt und im Trab werden sich die jungen Fohlen der Kommission erstmals präsentieren und eine erste Wertung in ihrem jungen Pferdeleben bekommen. Schöne Gliedmaßen, ein edler Kopf und eine ordentliche Haltung sehen die Zuchtrichter gerne. „Sportlich sollte das Pferd aussehen. Nicht zu schwer und klobig, aber auch nicht zu leicht und fein“, erklärt Jörg Zahn. Die jungen Fohlen, die nicht älter als ein halbes Jahr sind, werden außerdem ins Zuchtbuch eingetragen, bekommen an diesem Tag sozusagen ihren Personalausweis, werden gechipt und gebrannt. Auch die Stuten werden prämiert.

Ob Fohlen oder Stute: Wer gut abschneidet, kann auf weiteren Schauen Preise bekommen. Dirk Ettwig, der als Mitglied des Vorstands des Pferdezuchtvereins an der Schau mit Fohlen Finest teilnimmt, erinnert sich an Nicole Uphoff, die in den 90er Jahren mit ihrem Pferd Rembrandt Olympiasiegerin wurde. Auch Rembrandt habe sich zuerst im Kreis Wesel einer Jury vorgestellt. Ein anderes Erfolgspferd – der Hengst Fidertanz, mittlerweile Vize-Bundeschampion der Reitpferde und europaweit zur Zucht eingesetzt.

Wenn der Gutshof Glückauf in Hünxe zum Treffpunkt der Branche wird, hoffen die Veranstalter, junge Leute unter den Zuschauern zu treffen. Denn in den eigenen Reihen mangelt es an Nachwuchs. Die Gründe dafür sind vielfältig, erklärt Dirk Ettwig: Wer sich für Pferdezucht interessiert, brauche Zeit, denn ein Pferd benötigt viel Pflege und Auslauf. Was zur nächsten Hürde führt, dem Strukturwandel in der Landwirtschaft, der Weideflächen schrumpfen lässt. Dabei lohne sich die Pferdezucht, denn der Reitsport fragt nach guten Pferden, erklärt Jungzüchter Markus Tißen. „Wenn die weiniger werden, steigt der Preis.“ Eine Investition kann sich also lohnen.

Auch ohne eigenes Pferd könne man mit Pferden arbeiten. Zum Beispiel die jungen Fohlen auf den Schauen führen. Das mache oft der Nachwuchs, der in Seminaren ausgebildet wird. Infos dazu gibt es unter: www.pferdezucht-rheinland.de

Die Eintragung und Stutenschau beginnt am Donnerstag, 25. Juni, um 10 Uhr auf dem Gutshof Glückauf in Hünxe. Zwischen 13 und 17 Uhr stellen die Züchter ihre Fohlen vor.

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