Pastor Leo Maday feiert seinen 100.

Voerde..  Am kommenden Sonntag, 26. April, kehrt ein ehemaliger katholischer Pfarrer an seine alte Wirkungsstätte zurück. Aber es ist nicht irgendein Pfarrer: Pastor Leo Maday feierte am 29. März seinen 100. Geburtstag. Und in der Voerder Sankt Paulus-Gemeinde hat er tiefe Spuren hinterlassen, denn dort war er 25 Jahre als Seelsorger tätig. Am 26. April ehrt ihn seine ehemalige Gemeinde mit einem Hochamt und einem Empfang im Paulushaus.

Leo Maday wurde 1915 in Brambauer bei Dortmund geboren. Als Soldat und Offizier erlebte und überlebte er den Zweiten Weltkrieg. Die Erlebnisse dieser Jahren zeichneten den jungen Mann und festigten ihn in seinem Glauben. 1951 wurde er in Sankt Gertrudis im Dortmunder Norden zum Priester geweiht. Zehn Jahre später über­nahm er das Amt des Seelsorgers an der Voerder Paulusgemeinde, das er erst ein Vierteljahrhundert später wieder abgab.

Meilensteine seiner Amtszeit

„Ich freue mich sehr auf ein Wiedersehen mit Leo Maday“, sagt sein Nachfolger im Amt, Pastor Heinz-Josef Möller, „denn wir Voerder haben ihm viel, sehr viel zu verdanken.“ In die Amtszeit des Jubilars fielen Meilensteine für die Sankt Paulus-Gemeinde, wie die Abnabelung von der Muttergemeinde St. Johannes in Eppinghoven, der Bau des Kindergartens, des Pfarrhauses, der Umbau und die Erweiterung der Kirche, der Bau des Paulushauses als Jugendheim, die Gründung des Kirchenchores und die Wahl des Pfarrgemeinderates, der damals noch Pfarrkomitee genannt wurde. Die Liste ließe sich fortsetzen.

„Leo Maday kann sehr stolz sein auf das, was er hier an Bahnhofstraße und Akazienweg geleistet hat“, so Möller. „Unsere Gemeinde ist heute immer noch ein lebendiges Denkmal für das Wirken Madays. Wir werden ihm einen würdigen Empfang bereiten.“

Leo Maday galt als sehr strenger, konsequenter katholischer Kirchenmann. Er ging seinen Weg, und den immer geradeaus. Doch gibt es auch Gemeindemitglieder, die von einem ganz anderen Leo Maday erzählen können, einem warmherzigen Mann, der kein großes Aufheben machte von den eigenen Wohltaten.

Und auch wenn der 100-Jährige nun schon seit vielen Jahren in Kevelaer lebt, so ist er doch aus seiner Voerder Sankt Paulus-Gemeinde nie so ganz fortgezogen.