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Osteopathie auf Firmenkosten

06.09.2013 | 11:00 Uhr
Osteopathie auf Firmenkosten
Carsten Recht behandelt Alexa Ciesinski.Foto: Lars Fröhlich

Voerde/Dinslaken.   Pflegedienst kooperiert mit Heilpraktiker Carsten Recht

Der Rücken, die Schulter, der Nacken: „Das geht so schnell, dass man sich verhebt, eine falsche Bewegung macht und schon tut es weh“, sagt Alexa Ciesinski, Leiterin des Voerder Pflegedienstes Helfende Hände. Sie erinnert sich gut daran, wie sehr es schmerzte, als sie nach zwei Tagen Kinderschminken auf den Din-Tagen ihre Brustwirbelsäule verschoben hatte. Sie nahm eine Schmerztablette, wartete einen Tag ab und musste sich eingestehen: „Es wurde nicht besser“. Ihre Tochter setzte sie kurzerhand ins Auto und fuhr sie nicht zum Arzt, sondern zum Osteopathen.

Carsten Recht hatte schon der Tochter geholfen. „Sie hatte immer Rückenprobleme, lief von einem Orthopäden zum anderen. Nichts half“, erzählt Alexa Ciesinski. Die Osteopathie schon. Auch bei Alexa Ciesinski, die mittlerweile auch ihre Mitarbeiter zu Carsten Recht nach Dinslaken schickt, „wenn sie Rückenschmerzen haben. Natürlich nur, wenn sie es wollen.“ Immer mehr nehmen das Angebot an. Die Kosten übernimmt die Chefin. Auch wenn mehr als eine Sitzung erforderlich sind. Schließlich, so sagt sie, „erspart mir das oft einen längeren Krankenschein.“ Und das auch wirtschaftlich für das Unternehmen.

Bislang ist Alexa Ciesinski, die 30 Mitarbeiter beschäftigt, die einzige Arbeitgeberin, mit der Carsten Recht zusammenarbeitet. Er würde gerne die Zusammenarbeit mit Firmen ausbauen.

In Bewegung bleiben

Vielfach entstehen Muskel- und Skeletterkrankungen durch eine mangelhafte Rückenmuskulatur. Viele Menschen würden noch immer bei Rückenschmerzen schnell zum Arzt gehen und eine Spritze bekommen. „Aber die Ursachen sind damit nicht bekämpft“, sagt Carsten Recht, der bis 2002 in Oberhausen einen privaten Pflegedienst hatte, sich dann aber u.a. auf Osteopathie konzentriert hat.

Die meisten seiner Patienten kommen zu ihm nach Hause, wo er einen Praxisraum eingerichet hat. Und die meisten zahlen die Behandlung auch privat, „wobei Krankenkassen wie die Barmer, Techniker oder Knappschaft die Osteopathie als Leistung anerkennen“, sagt Carsten Recht, der auch eine ergonomische Begutachtung von Arbeitsplätzen anbietet. Mal im Stehen zu telefonieren, an einem Stehpult zu schreiben, ein bisschen Bewegung, beispielsweise, wenn der Abfalleimer nicht direkt neben dem Schreibtisch steht, könne schon helfen, Rückenschmerzen zu lindern.

Alexa Ciesinski befolgt diesen Rat: „Meine Zeitung blättere ich im Stehen durch und unter meinen Bildschirm habe ich Bücher gelegt, damit ich gerade hinein schaue.“ Die Pflegedienstleiterin weiß, dass es „noch Vorbehalte“ gegenüber der Osteopathie gibt. „Aber“, so sagt sie, die Mitarbeiter, „die einmal da waren, gehen auch wieder hin“.

Rosali Kurtzbach

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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-dinslaken-huenxe-und-voerde/osteopathie-auf-firmenkosten-id8407027.html
2013-09-06 11:00
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