Neuer Aufsichtsratsvorsitzender

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Was wir bereits wissen
Jörg Buschmann folgt auf Hans-Gerd Schmudde, der 18 Jahre lang ehrenamtlich für die Volksbank tätig war.

Dinslaken..  Jörg Buschmann folgt auf Hans-Gerd Schmudde: Während der Vertreterversammlung ist der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrates verabschiedet worden. In der konstituierenden Sitzung wurde der 52-jährige Buschmann, ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums gewählt. Axel Röder wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Weiterhin gehört Heinrich Vahnenbruck dem Aufsichtsrat an.

Zum ersten Mal wurde Hans-Gerd Schmudde am 17. März 1997 in den Aufsichtsrat der Volksbank Dinslaken gewählt. Drei Jahre danach ist er zum ersten Mal Vorsitzender des Gremiums geworden. 15 Jahre hatte er dieses Amt inne und scheidet nun aus, weil er die in der Satzung festgelegte Altersgrenze erreicht hat. „Während es vielen als modern erscheint, sich unentwegt in den Sphären einer weitläufigen Zukunftsorientierung zu bewegen, war für Gerd Schmudde vor allem eine konzentrierte Gegenwartsorientierung mit klarem Blick auf das Gute und auch auf das weniger Gute unternehmerisches Gebot“, sagte Bankvorstand Helmut Böing. Er erinnerte auch daran, dass Schmudde nie die Zielrichtung aus den Augen verloren habe. Am Ende ging es immer um den Kunden, um die Mitglieder der Volksbank.

Ehrenadel des Verbandes

Als Dank für sein langjähriges Engagement erhielt Schmudde die Ehrennadel in Silber des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes und eine Skulptur der niederrheinischen Künstlerin Luise Kött-Gärtner mit dem Titel „Neue Wege“.

Böing skizzierte bei der Vertreterversammlung auch die allgemeine Situation der Banken. Alle hätten zurzeit unter den niedrigen Zinsen zu leiden. Daran werde sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. „Dabei nimmt die EZB billigend in Kauf, das konservative sowie vorsorgeorientierte Anleger die Gelackmeierten sind und eine über Jahrzehnte gepflegte Sparkultur gehörig unter die Räder gerät.“

Diese Politik sei bestenfalls eine Krisenbewältigung auf Sicht. Somit lasse sich eine „notwendige Entfesselung der Wachstumskräfte im Euroraum“ nicht erreichen. „Nicht fehlende Liquidität ist das Kernproblem in vielen Ländern, sondern mangelnde Stabilität der Strukturen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie fehlende Haushaltsdisziplin“, betonte Böing.

Auch wenn die Volksbank zwei Standorte schließen wird, sechs Stellen von Mitarbeitern, die ausscheiden nicht wieder besetzen will – auf eine Unterstützung von Vereinen und Verbände werde man nicht verzichten. „Im abgelaufenen Jahr haben wir Spenden in einer Größenordnung von 70 000 Euro für den Sport, für die Kunst, für die Kirchen, für Kultur, für viele soziale Themen in unserem Geschäftsgebiet eingesetzt“, so Böing.