Nachfolgelösung für Fröbelschule

Dinslaken..  Für den Standort der Fröbelschule, die 2016 geschlossen werden muss, ist eine Nachfolgelösung in Sicht: Zwar nicht als eigenständige Schule, aber als Ort für eine intensivpädagogische Fördermaßnahme für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten soll ein Teil der Fröbelschule weiter genutzt werden. Das Modell könnte schon nach den Sommerferien an den Start gehen.

Im Rahmen der Inklusion wird bekanntlich die Zahl der Förderschulen reduziert. Die Schüler sollen weitgehend auf den Regelschulen unterrichtet werden. Für den Schwerpunkt Emotional-Soziale Entwicklung bleibt im rechtsrheinischen Kreis Wesel nur die Janusz-Korczak-Förderschule in Möllen erhalten, die Fröbelschule wird dagegen geschlossen. Lange Zeit hatte man sich in Dinslaken um den Erhalt der Schule bemüht - vergeblich.

„Lernen am anderen Ort“ heißt nun das Modell, das in Dinslaken dennoch ein Angebot für Kinder sichern soll, die im Unterricht an einer allgemeinen Schule Schwierigkeiten haben. Die Bezirksregierung und die Schulaufsicht unterstützen das Konzept, das eine Arbeitsgruppe aus Fröbelschule, Sekundarschule, Klaraschule, freien Trägern und Jugendhilfe erarbeitet hat, erklärt Schuldezernentin Christa Jahnke-Horstmann.

In akuten Krisen können Mädchen und Jungen am Standort der Fröbelschule für bis zu einem halben Jahr intensivpädagogisch betreut werden. Dort werden sie von Sonderpädagogen, Sozialarbeitern und Lehrern unterrichtet. Sie bleiben allerdings Schüler der Regelschule und gehen anschließend dorthin zurück. Das Modell soll beide Seiten entlasten: Die Kinder in Krisensituationen und die allgemeinen Schulen, die nicht das Personal für intensive Maßnahmen haben. „Das Modell soll dazu beitragen, dass Inklusion funktionieren kann“, so Christa Jahnke-Horstmann. Bis zu 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis acht können an der Riemenschneiderstraße unterrichtet werden.

Geplant ist, dass mit dem „Lernen am anderen Ort“ schon nach den Sommerferien begonnen wird - zunächst für die Grundschüler, zum Halbjahr dann auch für Mädchen und Jungen der weiterführenden Schulen. Vorher muss noch die Politik zustimmen: Am 21. Mai beschäftigt sich zunächst der Schulausschuss mit dem Thema.