Mit viel Wissensdurst auf Spurensuche

Des Rätsels Lösungen stehen abgebildet überall im APX.
Des Rätsels Lösungen stehen abgebildet überall im APX.
Foto: NRZ
Eine Rallye führte die Dinslaken und Römer AG der Gartenschule in die Vergangenheit ihrer Stadt und in den Archäologischen Park in Xanten. Dort gab ihnen ein Baukran Rätsel auf.

Dinslaken..  Eine ganz schön knifflige Frage, den Durchmesser des Baukrans zu erforschen. „Das steht doch nirgendwo“, „Die sagen uns nichts“, „Die sind gemein, wo bekommen wir denn jetzt die Information her?“ – teils fragende, teils traurige Gesichter. Ein bittender Blick – hilf uns. Ratlosigkeit auch auf der anderen Seite. „Hier am Anfang des Archäologischen Parks Xanten findet ihr die Lösung doch auch nicht.“ Dann des Rätsels erste Lösung: Bei der Rallye, auf die die Kids der Dinslaken und Römer AG der Gartenschule gehen sollten, musste der Durchmesser des antiken Krans festgestellt werden. Der steht in der Beschreibung. Die Kids allerdings hatten sich einen modernen Baukran auserkoren. Kein Wunder, dass die Bauarbeiter ein wenig sprachlos ob der Fragen waren.

Unterwegs mit dem Nachtwächter

Das magische Klassenzimmer – oder wenn der Schulunterricht zum Lokaltermin wird. Bereits die zweite Gruppe der Dinslaken AG begab sich auf Spurensuche in Dinslaken und, wie der Ausflug nach Xanten bewies, auch auf Geschichtstermin in der Region. Immerhin sollen auf der Eppinghovener Heerstraße nicht nur Napoleon, sondern auch schon die alten Römer in ihr Lager marschiert sein. Da liegt ein Besuch im APX nahe und Spaß ist schließlich das oberste Gebot in der Dinslaken AG.

Mit viel Wissensdurst sind sie gestartet: die erste Gruppe nach den Sommerferien 2014, die zweite Anfang des Jahres 2015 und nach den Ferien wird sich die nächste AG auf Lokaltermine begeben. Da geht es mit dem Nachtwächter durch Dinslakens Jahrhunderte, empfängt Mechthild von Virneburg, einst Herrscherin über Stadt und Land, die Kinder auf ihrer Burg, tauchen sie ein in die dunkle Welt der Scheiterhaufen und Gefängnisse im modrig riechenden Hexenturm. Nur schnell wieder heraus hier, bevor die Inquisition auch unter den Kids eine Hexe entdeckt, meinte die Gruppe um Anni und Nico. „Es stinkt hier modrig“, so Annis Kommentar und vorbei war die Suche nach dem Blut und den Knochen der Hexe, die die Kids vorher so beschäftigt hatte.

Sie kommen ins Gespräch mit Friedrich Althoff, dem großen Sohn der Stadt, und erforschen mit Janine Wolfsdorff die Wappenkunde und Schrift im Stadtarchiv. Und sind begeistert. „So macht Unterricht Spaß“, ist ihre einhellige Meinung. Und oft kommen ihnen die eineinhalb Stunden Unterricht viel zu kurz vor. Vor allem, wenn nicht alles unterzubringen ist, in den wenigen Stunden. „Der Name Dinslaken ist in frühen Zeiten wegen der Wassertümpel nach der Eiszeit entstanden“, konnten die Kids die Frage von Museumspädagogin Cordula Hamelmann im Museum beantworten. Gut aufgepasst. Ein Blick in die Tiefe des Museums zu den alten Balken, auf die es aufgebaut war, folgt. Und sicherlich werden einige demnächst die von ihnen zerdepperten Teller und Vasen ins Museum bringen, nach dem Motto: „Mama, ist nicht schlimm, dass ich den Teller zerschlagen habe, im Museum lagern sie alle solch altes Zeug.“