Milow verzaubert das Dinslakener Publikum

Sänger und Komponist Milow begeisterte die Fans mit seinem Auftritt beim Fantastival im Burgtheater und freute sich, wieder in Dinslaken zu sein.
Sänger und Komponist Milow begeisterte die Fans mit seinem Auftritt beim Fantastival im Burgtheater und freute sich, wieder in Dinslaken zu sein.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rund 1500 Besucher kamen zum Konzert von Milow ins Dinslakener Burgtheater. Der erinnerte sich noch gut an seinen Auftritt vor drei Jahren und feierte mit seinem „Lieblingspublikum des Sommers“.

Dinslaken..  Man kann sich als Zuschauer des Eindrucks nicht erwehren, dass es Milow in dieser Stadt besonders gut gefällt. Während er im Burgtheater beim Fantastival auf der Bühne steht, lobt er die Stadt, die Zuschauer und auch das Kulturfestival selbst. „Ich finde, Fantastival ist ein richtig cooler Name“, sagt er und erinnert sich noch gut an seinen Auftritt vor drei Jahren. Die Besucher des Burgtheaters liegen dem Sänger und Komponisten aus Belgien zu Füßen. „Es kann sein, dass ich Euch gleich bitte, für ein Lied aufzustehen“, kündigt der Sänger an. Doch kaum hat er mit seinen Mitmusikern den Song „Little in the Middle“ angestimmt, hält es im Burgtheater niemand mehr auf den Sitzplätzen. Die Zuschauer klatschen den Takt mit, singen und tanzen. „Ihr seid mein Lieblingspublikum des Sommers“, kommentiert Milow von der Bühne.

Natürlich könnte man hier anmerken, dass dies beim ersten Konzert des Sommers und am Tag des Sommeranfangs keine große Überraschung ist. Aber aus den Kommentaren zwischen den Liedern kann man entnehmen, dass der Künstler auf der Bühne von der Atmosphäre und den Fans im Burgtheater wirklich begeistert ist. Da nimmt er es sogar humorvoll auf seine Kappe, dass nicht alle Sitzplätze im Rund gefüllt sind. „Wir lassen immer Plätze für unsere Familien und Freunde reservieren. Anscheinend können wir uns nicht mehr auf die verlassen. Umso schöner, dass ihr alle gekommen seid“, erklärt Milow mit Blick auf die verwaisten Sitzreihen an einer Seite des Burgtheaters.

Aber dann wird weiter gefeiert. Milow bringt einen Querschnitt seines musikalischen Schaffens auf die Bühne. Da gibt es besinnliche und manchmal melancholische Klänge zu hören, dann wieder treibende Rhythmen und rockige Gitarren. Zwischendurch motiviert Milow dabei immer wieder die Besucher, die Musik mitzufeiern. So ändert er beispielsweise den Refrain von „Canada“ in „I’m gonna move to Germany“ ab und das Dinslakener Publikum freut sich über solche musikalisch dargebotenen Umzugspläne.

Erst zum Ende serviert der Sänger dann seine großen Hits. „Ayo technology“ und „You and me“ werden von den Zuschauern im Burgtheater begeistert mitgefeiert. Wieder bleibt niemand sitzen und es wird gesungen und getanzt. Doch auch der schönste Abend muss mal ein Ende finden und so verlässt Milow mit seiner Band schließlich die Bühne. Die Fans applaudieren minutenlang, immer wieder branden „Zugabe“-Rufe auf. Dann kehrt Milow zurück und zwar mit Martin Kelly vom Songrwriter-Duo Martin and James, der schon vor dem Auftritt des Belgiers das Publikum im Burgtheater auf den Abend eingestimmt hatte. Mit Gitarren in der Hand stellen sich die beiden Sänger und Songwriter auf die Bühne und servieren dem Publikum ihre eigene Interpretation von „Boys don’t cry“. Ein gelungener Abschluss für Milows Auftritt in Dinslaken. Wenn es nach ihm geht, wird es wohl nicht der letzte sein.