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Menschliche Fehlleistung

26.03.2008 | 18:58 Uhr

NRZ-AKTION. Willi Brechling gibt der Gesellschaft beim Thema Kinderarmut vernichtende Noten.

DINSLAKEN. Willi Brechling ist zu nah am Geschehen, um sich distanziert zur Kinderarmut zu äußern. Entsprechend deutlich fallen die Worte des stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt und gleichzeitigen Jugendhilfe- und Schulausschussmitglieds aus, wenn es um die Perspektivlosigkeit von Jungen und Mädchen geht.

"Das Geld muss nur richtig verteilt werden"

Die Zunahme der Kinderarmut, auch im Kreis Wesel, sei ein Armutszeugnis der Gesellschaft, sagt Brechling und zeichne den beinahe klassischen Werdegang eines solchen Kindes nach: "Es fängt damit an, dass Kinder ohne Frühstück in den Kindergarten kommen." Die Spirale setze sich im geringen Lebensstandard, in dem Urlaub ein Fremdwort sei, fort und münde in einer Sackgasse, an deren Ende Hartz IV stehe. Brechlings Meinung nach sei genug Geld vorhanden, "es muss nur richtig verteilt werden". Entsprechend paradox sei da die Gehaltserhöhung eines Aufsichtsratsvorsitzenden von 225 000 auf 300 000 Euro.

Brigitte Maren (FDP) wies im Zusammenhang mit unserer Berichterstattung über Kinderarmut in Dinslaken darauf hin, dass die von der Stadt subventionierte Musikschule Kinder kostenlos unterrichtet, deren Eltern sich die Stunden nicht leisten können. Vielen sei das nicht bekannt, so Maren.

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