Mensch und Tier als Team

Voerde..  Egal ob Golden Retriever, Schäferhund oder der Deutsche Pinscher – beim ersten Turnierhundsport-Turnier des Hundesportvereins Voerde (HSV) in diesem Jahr konnten sie alle wieder ihr Können unter Beweis stellen. Dank des guten Wetters war auf der Anlage an der Rönskenstraße ordentlich Betrieb. Auch Mitglieder von Hundesportvereinen aus Alsdorf, Essen und Marxloh pilgerten mit ihren Hunden nach Voerde.

Am Ende zählt die beste Zeit

„Die Turnierhundsportszene ist doch relativ groß. Gerade bei uns in der Gegend gibt es viele Vereine, die den Sport ausüben“, berichtet Denise Schiller, die selbst aktives Mitglied beim HSV ist. Im Gegensatz zum Agility, bei dem der Hund nur geführt wird, müssen beim Turnierhundesport Hund und Hundeführer gemeinsam als Team antreten. Dabei werden Hürden, Hindernisse und ein Slalom überwunden. Hund und Führer müssen gemeinsam die Ziellinie überschreiten. Am Ende zählt die beste Zeit.

Doch bevor ein Team überhaupt bei einem Turnier antreten darf, muss eine Begleithundprüfung abgelegt werden. Die Prüfung ist nötig, um den Gehorsam des Hundes und seine „Sozialverträglichkeit“ – also sein Verhalten in der Öffentlichkeit – zu beweisen. Auch darauf bereitet der HSV seine vierbeinigen Mitglieder intensiv vor. Im Anschluss kann man sich bei den Turnieren für weitere Meisterschaften etwa auf Landes- oder Bundesebene qualifizieren.

„Wir haben in Voerde ein relativ hohes Leistungsniveau. Letztes Jahr waren wir mit fünf Teams bei der Deutschen Meisterschaft“, erzählt Schiller, die 2014 selbst den Landesmeistertitel in ihrer Altersklasse mit nach Hause nehmen durfte. „Den einen packt es beim Ehrgeiz, den anderen nicht. Man muss auch nebenher was tun.“ Gerade bei Disziplinen wie 2,3 oder 5 Kilometer Geländelauf kommt man schnell aus der Puste. Doch auch bei den kurzen Hindernisstrecken ist eine gute Kondition von Vorteil.

Neben dem Vierkampf und dem Hindernislauf erfreut sich in Voerde vor allem der 3CSC (Combinations-Speed-Cup) großer Beliebtheit. Dabei kämpfen Teams ähnlich wie beim Staffellauf gemeinsam um die beste Zeit. Passiert das eine Zweiergespann die Zielgerade, darf das nächste starten. „Das macht auch am meisten Freude, weil man als Team startet“, findet auch Denise Schiller.

Das Zusammenarbeiten zwischen Hund und Hundeführer ist mithin der wichtigste Faktor beim Turnierhundsport. Wenn die Chemie nicht stimmt, macht es erstens keine große Freude und zweitens bleiben auch die Erfolge auf der Strecke liegen. „Es gibt auch Hunde die lauffaul sind, aber eigentlich kann jeder Hund, der daran Freude hat, an Turnieren teilnehmen.“

Und wenn dann am Ende auch noch der eine oder andere kleine persönliche Erfolg herausspringt, könnten sich Hund und Zweibeiner gegenseitig auf die Schulter klopfen. „So ein Turniertag ist schon anstrengend, aber man macht es halt trotzdem, weil es am Ende doch immer Spaß macht.“