Mehr Raum an Innenstadt-Grundschulen

Dinslaken..  Dass an den Grundschulen im Bereich Innenstadt Aufnahmekapazitäten fehlen, ist bereits im vergangenen Anmeldeverfahren offensichtlich geworden. Nun hat sich die Verwaltung nochmals mit dem Thema beschäftigt und schlägt den politischen Gremien vor, den Ausbau der Averbruch- und der Hagenschule um jeweils eine weitere Klasse zu prüfen. Beide Schulen sind bisher zweizügig geplant, ebenso wie die Gartenschule. Eigentlich besteht hier der Bedarf einer zusätzlichen Klasse, doch nach Einschätzung der städtischen Sanierungsgesellschaft Prozent wäre der Ausbau der Schule in der Altstadt schwer realisierbar. Stattdessen soll die Averbruchschule erweitert werden.

Im Februar hatte bereits der Arbeitskreis der Dinslakener Schulleiter auf das Problem fehlender Aufnahmekapazitäten an den drei Innenstadtgrundschulen aufmerksam gemacht und sich dafür eingesetzt, dass künftig an Gartenschule, Averbruchschule und Hagenschule zusammen nicht wie geplant insgesamt sechs, sondern acht Eingangsklassen pro Jahr gebildet werden können. Insbesondere an der Gartenschule war die Zahl der Anmeldungen höher als bisher angenommen. Laut Schulentwicklungsplanung ist für alle drei Schulen eine Zweizügigkeit festgelegt worden - und auch die Sanierungspläne sind auf diese Planungen zugeschnitten. Nun schlägt die Verwaltung aufgrund neuer Prognosen (bis 2020/21) vor, die Änderung der Planungen zu prüfen und die Averbruch- und die Hagenschule dreizügig auszubauen. An der Gartenstraße, wo eigentlich weiterer Raumbedarf besteht, sei die Aufstockung des Gebäudes aus dem Jahr 1958 statisch „höchst kompliziert“ und im Vergleich zu der neu geschaffenen Fläche extrem teuer, meint die Prozent GmbH nach einer ersten Prüfung. Daher wird empfohlen, stattdessen die Averbruchschule baulich zu erweitern.

Für die Konkretisierung dieser Pläne inklusive Kostenschätzung will die Verwaltung nun die Zustimmung der Politik. Viel Zeit für die Planung bleibt nicht mehr: Denn schon im Sommer zieht die Gartenschule vorübergehend in das Gebäude der Jeanette-Wolff-Realschule, weil in der Gartenstraße die Sanierung beginnt.