Mehr geschadet

Standort Lohberg: Soso, Herr Luft vom Veranstalter sieht die Schuldigen für das Scheitern der Veranstaltung „The summer of love“ also in der Lohberger Salafistenszene und dem Standort Lohberg generell. Komisch nur, dass andere Events (Extraschicht, Veranstaltungen des Ledigenheims) am gleichen Standort gut angenommen werden. Bevor man einen ganzen Stadtteil oder gar eine ganze Stadt in Sippenhaft nimmt, wäre Kehren vor der eigenen Haustür angesagt: Wo waren großformatige Hinweisplakate am Spielort (z.B. in riesiges Banner mit allen Headlinern entlang der noch stehenden Reste der Zechenmauer)?, wo waren Straßenplakate (nicht nur in homöopathischer Dosis im Stadtteil sondern massiv im Stadtgebiet und darüber hinaus)?

Ausschilderungen zum Festivalgelände ab den Autobahnen hätte auch bei bisher Unkundigen für Neugierde gesorgt. Auch Parkplätze und Wegweiser auf und zum Gelände selbst konnte man nur mit der Lupe (wenn überhaupt) finden. Dann der Hinweis auf die Freikarten für Ehrenamtler (wenn man ihn denn mitbekommen hat): Diese hätte es gegen Vorlage der „Ehrenamtskarte“ gegeben. Ich kenne zwar viele Ehrenamtler, aber keinen der seine dadurch noch kostbarere Freizeit für das Besorgen dieser Karte vergeudet.

Zusammenfassung: eine gute gedachte aber grottenschlecht gemachte Veranstaltungsserie, die dem Standort mehr geschadet als genutzt hat.