Manche Fragen blieben offen

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Was wir bereits wissen
Vorstandsvorsitzender Rolf Wagner informierte die Hünxer Politik über die Finanzsituation und wie die Zukunft aussehen könnte.

Hünxe..  Unterschiedlich fallen die Reaktionen der Hünxer Politik zu der nichtöffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwochabend im Rathaus aus, wo Rolf Wagner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe, in einer Sondersitzung den Gemeinderat mehr als drei Stunden lang über die finanziellen Probleme und den möglichen weiteren Werdegang des Geldinstituts unterrichtete.

Dr. Michael Wefelnberg (CDU): „Ich habe einen positiven Eindruck gewonnen. Es wurde eingehend und ehrlich informiert, denn Vertrauen in die Arbeit des Vorstands ist wichtig. Die Bevölkerung soll nicht verrückt gemacht werden. Wir als CDU werden konstruktiv an einer Lösung mitarbeiten, dass wir auch in Zukunft eine Sparkasse haben, die uns nahe steht und die Bürger gut begleitet, unter welchem Namen auch immer.“

Stephan Barske (SPD): „Die Informationen fand ich ein wenig dünn, denn es ging mehr um den großen Makrokosmos als direkt um die aktuelle Situation der hiesigen Sparkasse, was und in welcher Form möglich ist. Die SPD würde es gern sehen, wenn es eine Lösung innerhalb des Kreises Wesel mit finanzieller Beteiligung geben würde. Wenn keine andere politische oder finanzielle Lösung möglich ist, käme nur noch eine Fusion infrage, als letzte Möglichkeit auch mit Duisburg.“

Ralf Lange (EBH): Statt eines nichtöffentlichen Gesprächs wäre mehr Transparenz geboten. Die massive Schieflage des Unternehmens wurde erläutert, unterschiedliche Szenarien wurden hinterfragt. Zwei Lösungsmöglichkeiten zeichnen sich ab – die Kreisvariante, oder eine Fusion mit einer oder mehreren Sparkassen. Es wird auf Letzteres hinauslaufen. Viele Fragen wurden beantwortet. Zu grundsätzlichen Problemen ist zwar noch einiges offen, aber es wird ein zügiger Fahrplan entwickelt.“

Heike Kohlhase (Grüne): „Die Infoveranstaltung hat mir nicht viel Neues gebracht. Fast alles war schon öffentlich, vieles wurde wiederholt. Zwischen den Zeilen ist aber deutlich geworden, dass es dicke Fehler gegeben hat. Mir ist immer noch nicht klar, warum die Gemeinde Hünxe mit Steuermitteln dieses Kleinod unterstützen sollte. Was so schlecht an einer Fusion sein soll, ist auch nicht rübergekommen. Es wird wohl darauf hinauslaufen.“

Angela Bachem-Brögger (UWH): „Eine sehr informative Veranstaltung. Wir haben einen Exkurs in Volkswirtschaft bekommen, mehr Zahlen hätten mir geholfen. Wir müssen jetzt sehen, das Beste für unsere Region und die Hünxer Bürger zu bekommen, die verunsichert sind. Sanierungskonzepte sind im Gespräch, mit welchem Partner auch immer. Leider hat die Politik darauf nicht viel Einfluss. Das Gespräch war ein Auftakt, jetzt fängt die Arbeit an. Es gibt wohl Strategien, die muss man nun abklopfen.“