Los geht’s!

Aufsichtsräte/Stadtfinanzen: Wie kommen die Stadtväter am besten aus den Schulden heraus? Man packt dem Bürger in die Tasche! Und wie macht man das? Kurz vor den anstehenden Ratsbeschlüssen stecken sich erst einmal die dafür gewählten Aufsichtsräte die beschlossenen Erhöhung ihrer Bezüge in die eigene Tasche. Für jeweils vier Sitzungen erhalten die Rats-Damen und Rats-Herren bis zu 2000 Euro pro Jahr. Anstatt der Rat endlich zustimmt, der Stadt Geld einzusparen, befürworten die SPD und die CDU mehrheitlich den Beschluss, während alle anderen Ratsmitglieder dagegen stimmen [Anm. der Red: Nicht alle anderen Ratsmitglieder haben dagegen gestimmt.].

Bei uns werden sehr umfangreich lieber Ententeiche vergrößert und Archive gebaut, anstatt Schulen zu sanieren. Wenn es auf einmal nicht mehr weitergeht, weil die Konsolidierung den Kämmerer zwangsläufig in die Zange nehmen muss, fällt einem nichts besseres ein, als den Bürger zu schröpfen.

Und wie geht das? Gelbe Taste für Parkgebühr einschränken, oder ganz abschaffen. Blitzauto-Personal aufstocken, um für 40.000 Euro mehr Protokolle schreiben zu können. Jetzt wird bei uns auch noch nachts geblitzt! Vergnügungssteuer einführen: Der Bürger darf nicht fröhlich sein! Für Ganztagsschüler Beiträge einziehen und weniger Kulturveranstaltungen durchführen. Siehste, geht doch! Spätestens jetzt bin ich für das Bürgerbegehren gegen die Erhöhung der Aufsichtsratsgelder, das die Initiatoren mit Unterstützung der UBV gestartet haben. Los geht’s... Wir sind das Volk!
Horst Eickhoff,
Dinslaken