Lange Wartezeiten für Ausländer

Dinslaken..  Lange Wartezeiten und schlechte Erreichbarkeit des Fachdienstes für Ausländerangelegenheiten kritisiert der Integrationsrat in einem Schreiben an Bürgermeister Michael Heidinger und bittet um die rasche Verbesserung der personellen Situation. Aufgrund der Unterversorgung seien elementarste Aufgaben des Fachdienstes nicht zu bewältigen, eine Kontaktaufnahme sei nur per E-Mail möglich. Dadurch würde die Situation vor Ort noch verschärft, da Menschen auch für kleinste Anliegen persönlich vorsprechen müssten, heißt es.

So ergäben sich auch große Pro­bleme bei der Bearbeitung von Einbürgerungsanträgen, was dem Ziel der Landeskampagne „Ja ich will. Einbürgerung jetzt“ konträr gegenüber steht, kritisiert der Integrationsrat. „Die gesamte Problematik steht in komplettem Gegensatz zu dem toleranten, weltoffenen und migrantenfreundlichen Anspruch unserer Stadt“. Man fordere eine effektive Lösung für die telefonische Erreichbarkeit und eine bürgerfreundliche Regelung der Öffnungszeiten.

In der Vergangenheit habe es Engpässe in diesem Fachdienst gegeben, räumt Stadtsprecher Horst Dickhäuser ein. Bedingt durch die hohe Stress- und Arbeitsbelastung der Mitarbeiter sei es auch nicht leicht, intern Personal für diesen Fachdienst zu finden. Daher soll nun eine externe Kraft eingestellt werden. Zudem würden Mitarbeiter nach Möglichkeit Termine vereinbaren, damit lange Wartezeiten auf den Fluren und der damit verbundene Ärger vermieden werden können. Außerdem sei geplant, zusätzlich eine Außensprechstunde in der städtischen Übergangsunterkunft An der Fliehburg einzurichten.