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Lärm auf der B 8 nervt Anwohner

26.06.2012 | 07:00 Uhr
Lärm auf der B 8 nervt Anwohner
Marcus Welz, Marianne Wagemann und Kirsten und Klaus Bender, alle von der CDU, wollen etwas gegen den Lärm auf der B 8 tun. Foto: Heinz Kunkel

Dinslaken.  Eine neue Initiative schlägt die Verlagerung des Ortsausgangsschildes vor. Bemühungen um Tempolimit werden von der Stadt gestützt.

Wenn Marcus Welz auf der Terrasse seines Hauses an der Silviastraße im Dinslakener Bruch sitzt, hört er nicht etwa das Zwitschern der Vögel, sondern das Dröhnen der Motoren. Wie viele Anwohner, die nahe der B 8 (Weseler Straße) wohnen, ist er vom Lärm genervt. „Es ist teilweise unerträglich“, sagt er.

Marcus Welz hat nun die Initiative ergriffen und sich eine Reihe von Mitstreitern ins Boot geholt – darunter den Bauausschussvorsitzenden Klaus Bender und Marianne Wagemann, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Eppinghoven/Hagenbruch. Sie schlagen eine Verlagerung des Ortsausgangsschildes vom Bereich hinter der Kreuzung Claudia-/Gudrunstraße an die Kreuzung Tenderingsweg vor. Weniger Geschwindigkeit, weniger Lärm.

120 Unterschriften gesammelt

Zudem würde der Gefahrenpunkt an der Ausfahrt des „Pflanzgartens“ entschärft, argumentieren die Anwohner. Die Verkehrsteilnehmer würden spätestens ab der Kreuzung Claudia-/Gudrunstraße in Richtung Wesel Gas geben. Bis zum Ortsausgangsschild gilt 60, dahinter Tempo 100. Für die Anlieger ist das Aufdrehen der Motoren eine große Belastung, so Marcus Welz, der seit über zehn Jahren an der Silviastraße im Dinslakener Norden wohnt. Das Verkehrsaufkommen sei seitdem erheblich gestiegen. „Leute, die Nachtschicht haben, können nicht schlafen.“ Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bis zur Kreuzung Tenderingsweg, zum Beispiel durch die Verlegung der Ortsausgangsschildes, würde die Lautstärke erheblich mindern, da ist sich der Dinslakener sicher. Das zeige sich angesichts der aktuellen Baustelle auf der B8: Der Verkehr fließe langsamer – und leiser. „Man hört wieder die Vögel zwitschern“, hat Welz festgestellt.

In der Nachbarschaft und bei den Anwohnern entlang der B8 stieß Marcus Welz auf offene Ohren. 120 Unterschriften sammelte er für den Vorschlag. Bei einer Bürgerversammlung, bei der auch Vertreter der Verwaltung anwesend waren, trug Marcus Welz das Anliegen der Anwohner vor. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger sagte zu, sich für die Beruhigung des Verkehrs stark zu machen. Auch Klaus und Kirsten Bender sowie Marianne Wagemann von der CDU unterstützen die Anwohner tatkräftig.

Sprecher: Stadt stützt Bemühungen um Tempolimit

Mit ihrem Vorschlag haben sich die Bürger schriftlich an die Stadt gewandt, diese hat das Anliegen an Straßen NRW weitergeleitet. Denn, so erläutert Rathaussprecher Horst Dickhäuser, eine Verlegung des Ortsausgangsschildes oder eine Herabsetzung der Geschwindigkeit auf 60 km/h sei Sache des Landesbetriebes. Die Stadt stütze auf jeden Fall die Bemühungen um ein Tempolimit.

Rita Meesters



Kommentare
29.06.2012
10:31
Lärm auf der B 8 nervt Anwohner
von Lustig1952 | #2

Da stellt sich wieder die Frage: warum wird die A59 nicht weiter ausgebaut?

26.06.2012
18:20
Lärm auf der B 8 nervt Anwohner
von akaz | #1

Das Verlegen des Ortsausgangsschildes oder eine Geschwindigkeitsbeschränkung bringen meiner Meinung nach so gut wie nichts. Beispiel die Dinslakener Str. Richtung Hünxe.
Ab Lohberg generell 50 km/h und Überholverbot. In Höhe der Gaststätte Rühl steht eine fest installierte Geschwindigkeitskontrolle. Autofahrer und besonders viele Motorradfahrer fahren bis dahin maximal 60 km/h. Vor der Messstelle sogar oft nur 40. Danach geht es los, spätestens hinter der Einmündung Bergschlagweg. Nur noch volle Kanne, trotz Schild 50 km/h und Bushaltestelle. Erst hinter der Einmündung Sternweg kommt das Schild "Ende aller Beschränkungen", aber da haben viele Fahrer schon die Höchstgeschwindigkeit drauf. Nach dem Krach zu urteilen auch mehr als 100 km/h. An die hohen Geschwindigkeiten kann man sich ja noch gewöhnen, aber nicht an den Lärm. Alle Maßnahmen der Straßenbauverwaltung sind erfolglos, und dient den Behörden nur als eine Art Alibi (Feigenblatt).

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