Kurt Altena sucht einen Nachfolger

Dinslaken..  Insgesamt 23 000 Besucher, 70 Gruppen aus Nah und Fern sowie 65 Schulklassen aus Dinslaken und Umgebung: 2014 war für den Mühlenverein Dinslaken-Hiesfeld wieder ein „äußerst erfolgreiches Jahr“. Das machten Vorsitzender Kurt Altena (85) und seine beiden Stellvertreter, Heinz Siemenowski und Hermann Emmerich, gestern im Pressegespräch deutlich.

Besonders die neue Kugelmühle, am 1. Februar vom Bürgermeister eingeweiht, habe viele Gäste angelockt. Auch der Deutsche Mühlentag am 9. Juni sei mit insgesamt über 1100 Besuchern an Windmühle, Wassermühle und im Mühlenmuseum „der absolute Hammer“ gewesen. Dafür habe der Denkmaltag am 14. September mit knapp 200 Interessierten nicht die erhoffte Resonanz gebracht. „Das lag an den vielen Parallelveranstaltungen in der Stadt“, kritisiert Altena. Die Lesung von Dr. Ingo Tenberg zu Fliehburg und Rouleersburg sei im Nu ausverkauft gewesen („wir hätten zwei veranstalten können“), auch beim „Advent am See“ habe der Mühlenverein an zwei Tagen wieder mitgemacht und das Museum geöffnet.

Auch in diesem Jahr soll es die traditionellen „Mühlen-Termine“ geben. Altena weiter: „Das Museum erhält einen neuen Anstrich und wir planen wieder ein Mitgliederfest mit Jubilarehrung.“ Und dann will sich der Mühlenverein mit China beschäftigen. Für eine Kaolin-Mühle – eine Wassermühle mit Stampfer für die Porzellanherstellung („das weiße Gold“) – versucht der Verein, ein Modell zu bekommen, um dann den Bau in Auftrag zu geben. „Vielleicht ist 2015 schon eine Vase in Hiesfeld zu sehen.“ Alle 63 Mühlenmodelle sind in einem „Museumsführer“ abgelichtet. Der 96-seitige hochwertige Bildband (knapp 50 €) kann sonntags zu den Öffnungszeiten im Museum (10 bis 12.30 Uhr) vorbestellt werden. Der zweite Band mit der Geschichte von Wind- und Wassermühle soll im Herbst 2015 fertig werden. Für einen geplanten Film über den Verein und seine Mühlen entstanden erste Aufnahmen bei einem 40-minütigen Rundflug über Hiesfeld.

Bei 160 Mitgliedern (10 € Jahresbeitrag) mit teilweise „leichter Überalterung“ sucht Kurt Altena für sich einen Nachfolger: „Er muss Beziehungen haben, sich mit dem Verein identifizieren.“ Gespräche liefen.