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Kundgebung für den Konzern

21.02.2013 | 18:27 Uhr
Kundgebung für den Konzern

Voerde/Bocholt.   350 Beschäftigte von Siemens aus Voerde waren am Donnerstag bei der Kundgebung der IG Metall in Bocholt dabei. Ein überwältigendes Ergebnis fanden die Gewerkschafter.

Überwältigend – mit solch einer Resonanz haben weder Siemens-Betriebsrat noch IG Metall Bocholt gerechnet. „Und wir haben schon viele Veranstaltungen gestemmt“, so Kristina Merian, stellv. Betriebsrätin. Fast die komplette Siemens-Belegschaft aus vier Orten habe an der Kundgebung teilgenommen, allein 350 Voerder in bereitgestellten Bussen plus Selbstfahrer. „Einfach toll.“

Bei der Kundgebung ging es nicht gegen Siemens, darauf wies Merian explizit hin. „Im Gegenteil, unsere Kundgebung war pro Vorstand. Wir wollen Investitionen für die Zukunft, damit der Konzern noch lange überlebt.“ Doch der Druck der Aktionäre auf den Vorstand wächst. 5,2 Milliarden, das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte, reicht nicht aus. Immer höhere Gewinne müssen her, das geht nur über noch mehr Personalabbau und Abstoßen von Geschäftsteilen. 12 Prozent Gewinn sei nicht realisierbar, so Merian. „MD Flender ging einst an einen Finanzinvestor, da wurde rausgezogen was ging. Wir waren froh, als wir 2005 von Siemens aufgekauft wurden. Ein Super-Technologiekonzern, bei dem wir eine Zukunft fanden.“ Die aber steht nun wieder auf dem Spiel. Der Siemensvorstand agiert wie ein Finanzinvestor. So lautete also der Appell an Siemens während des bundesweiten Aktionstages: „Kein Personalabbau wegen Gewinnoptimierung“.



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