Kunden geben INISS-Projekt gute Noten

Dinslaken..  „Überrascht und erfreut“, so Stefan Stürznickel vom INISS-Projekt für Arbeitssuchende über 50, sei man beim Caritasverband vom Abschneiden bei einer Umfrage unter den Kunden. Stürznickel und seine Kollegin Petra Brinkmann haben 376 Teilnehmer in 28 Kursen nach ihrer Zufriedenheit in Sachen Kursangebot und Arbeit der Dozenten gefragt: Zu über 90 Prozent gab’s ein „Gut“ oder „Sehr gut“.

„Wir sind stolz darauf, dass wir so gut abgeschnitten haben“, sagt Stefan Stürznickel. In der anonymen Umfrage bewerteten die Teilnehmer zum Beispiel die Frage „Wie hat Ihnen der Kurs insgesamt gefallen“ zu 52 Prozent mit „Gut“ und zu 40 Prozent mit „Sehr gut“. Ähnlich positiv fällt das Ergebnis für die Fragen „Wie hat Ihnen der Vortragsstil des Dozenten gefallen?“ und „Wie ist der Dozent auf Ihre Fragen/Anregungen eingegangen?“ aus.

450 Teilnehmer haben im Jahr 2014 die Kurse und Veranstaltungen des im Johannahaus ansässigen Projekts besucht. 65 von ihnen konnten danach in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden, 20 Menschen haben zumindest einen Mini-Job gefunden. Die INISS-Mitarbeiter bemühen sich, ihre oft langzeitarbeitslosen Kunden für den aktuellen Arbeitsmarkt zu qualifizieren, zum Beispiel durch PC-, Internet- oder Englisch-Kurse, aber auch durch Bewerbungstraining oder Kurse zum Thema Körpersprache.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer sind Frauen – darunter viele, die nach einer längeren Familienphase wieder in den Beruf finden und ihre Qualifikationen aufbessern wollen. Denn wenn die Ausbildung schon lange zurückliegt oder sogar abgebrochen wurde, gelingt der Weg zurück in den Job selten auf Anhieb. Dabei nehmen sich die Projekt-Mitarbeiter Zeit, die Stärken der Teilnehmer zu finden, zu fördern und individuell zu betreuen. Das dauert im Schnitt neun bis elf Monate. Viele Teilnehmer schauen auch nach Abschluss der Maßnahme noch gerne vorbei, berichtet Petra Brinkmann. Wichtig für die Arbeit sei auch die gute Kooperation mit der Arbeitsagentur.

Doch die Zukunft des INISS-Projekts ist aktuell noch ungewiss: Das aus Bundesmitteln geförderte Programm läuft zum Ende des Jahres aus. Vom Bundesarbeitsministerium wurde eine Nachfolgelösung angekündigt, doch wie diese aussehen soll, weiß noch niemand. „Wir hoffen, dass bald ein Signal aus Berlin kommt“, so Guido Busch vom Caritasverband.