„Krippen-Erfahrung“

Dinslaken/Voerde/Hünxe/Walsum..  Viele Menschen mögen Krippendarstellungen. Manche Familie macht sich in den weihnachtlichen Tagen auf den Weg zur Kirche, um mit den Kindern einen Blick auf die liebevoll gestalteten Krippendarstellungen zu werfen. Viele Seelsorger in den Gemeinden machen die Erfahrung, dass Menschen für eine Weile an der Krippe verweilen und diese Szene auf sich wirken lassen. Für Martin Walser, den berühmten Schriftsteller, der nach eigener Aussage kein gläubiger Mensch ist, ist die Weihnachtsgeschichte die „schönste Geschichte der Welt”. Ob darin der Zauber ihrer bildlichen Umsetzung in eine Krippendarstellung begründet liegt? Auf jeden Fall sind Krippen etwas fürs Gemüt.

Die vier katholischen Kirchengemeinden in Dinslaken, Voerde, Hünxe und Walsum mit ihren 14 Kirchen, aber auch zwei Seniorenheime beteiligen sich auch in diesem Jahr an der Aktion „Krippenerfahrung”. Dazu bleiben am Sonntagnachmittag, 4. Januar, von 15 bis 18 Uhr die Kirchen (und die beiden Seniorenheime) für Krippenbesucher geöffnet. So können interessierte Bürger einige Krippen nacheinander besuchen. In den Kirchen liegt seit Weihnachten ein Infoheft aus, in dem sich weitere Informationen zu den Krippen befinden.

Krippencafé in Lohberg

In einigen der Kirchen stehen Ansprechpartner zur Verfügung, in St. Marien in Lohberg gibt es sogar ein „Krippencafé”, wo ehrenamtliche Krippenbauer für das leibliche Wohl sorgen. Die Kirchenkrippen sind so unterschiedlich wie die Gemeinden und die engagierten Krippenbauer dort.

Eine der größten Krippen steht in Dinslaken-Lohberg, dort taucht auch ein Bergmann auf. Die älteste Krippendarstellung findet sich in der St. Vincentius-Kirche in Dinslaken – dort allerdings im Altar. Eine Krippe aus Wachs gibt es in der Hedwigskapelle in Hünxe und eine Jahreszeitenkrippe in der St. Ludgerus-Kirche in Walsum; dort ist das ganze Jahr über „Krippenzeit”. Im Gemeindezentrum am Ort der ehemaligen Hl. Blut-Kirche fehlen Ochs und Esel, die stehen nämlich, wie der frühere Pfarrer Theo van Doornick gern schmunzelnd behauptete, „vor der Krippe”.

Das Infoheft findet sich auch im Internet auf der Seite der Gemeinde St. Vincentius bzw. unter www.bischof-nikolaus.net/krippenwege.pdf. Herzlich laden die Kirchengemeinden und deren Krippenbauer zur Krippenerfahrung ein, sie freuen sich auch über Gäste aus den benachbarten Gemeinden im sonntäglichen Gottesdienst. Deren Zeiten sind ebenfalls im Heft vermerkt. Ein kleiner Fehler hat sich dabei eingeschlichen. Die Messe in der Elisabeth-Kirche in Friedrichsfeld ist erst um 10.30 Uhr.

Weitere Informationen gibt Markus Gehling, gehling@kreuzzeichen.de. Bei ihm können sich auch weitere Institutionen oder auch evangelische Kirchengemeinden melden, die sich an der Aktion in 2016 beteiligen möchten.