Kontakte knüpfen, Hilfe finden

Dass Bewegung nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß macht, zeigte die Kunstturngruppe des MTV Rheinwacht beim Gesundheitstag.
Dass Bewegung nicht nur wichtig ist, sondern auch Spaß macht, zeigte die Kunstturngruppe des MTV Rheinwacht beim Gesundheitstag.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Viele Besucher informierten sich beim Dinslakener Gesundheitstag an der Trabrennbahn. 45 Anbieter waren vor Ort. Im kommenden Jahr sollen es 50 sein.

Dinslaken..  Schon beim Eingang in das Tribünenhaus konnten die ersten Gäste sehr konkrete Beratung über ihr persönliches Befinden erfahren. „Wir messen hier den Blutzucker-Wert, ob da eine Vorbelastung für Diabetes vorliegt“ - und schon machte Irmel Bullmann von der „Löwen-Apotheke“ bei Helmut Mölleken mit 105 einen Wert „im Rahmen“ aus. Der 66-jährige wollte sich im Rahmen des Gesundheitstages unter dem Motto „Gesund ist bunt“ nach neuen Produkten und Prospekten erkundigen. „Hier hab ich auch eine Faszien-Rolle zum ersten Mal gesehen.“

Ganz praktisch suchte Renate Hochfeld aus Dinslaken Rat beim „Son Ton“-Hörgerätestand. „Meine Kinder sagen mir: Mutti, Du hörst nix, und der Fernseher ist schon sehr laut.“. Da sei es „gut, dass man auf so einen Tag gehen kann“, fand die rüstige ältere Dame. Allein acht Fachfirmen aus der Hörgerätebranche und die Tinnitus-Liga waren am Start – einer der Schwerpunkte des Gesundheitstages.

Der Voerder Klaus Schulen (66) erkundigte sich beim St. Vinzenz-Hospital nach dem „Schnelläufer“-Modell mit umfassenden Vor-und Nachbereitung bei Gelenkoperationen. „Ich hab Arthrose, möchte mich informieren.“, Dr. Wolfgang Ziesner half gern: „Viele Patienten mit Gelenkverschleiss haben davor Angst, und der Face-to-Face-Kontakt mit allen Beteiligten vorher schafft Vertrauen.“

Sandra Vennemann testete beim Stand des Gesundheitszentrums Lang mal auf einer schwankenden Digital-Messplatte ihren Gleichgewichtssinn. „Das geht durch die ganze Muskulatur, selbst durchs Gesicht“. Nach ihrer Schwangerschaft wurde eine leichte Linkslastigkeit festgestellt. „Man bewegt sich im Alltag wohl viel falsch, und mit Baby sowieso“, meinte die 39-jährige.

Unter den vielen 45 Informationsanbietern aus der Gesundheitsbranche der Umgebung waren auch zahlreiche Organisationen wie die Voerder „Gänseblümchen“ zur Unterstützung krebskranker Kinder. „Es ist wichtig, hier auf unser Anliegen aufmerksam zu machen - ist deutlich mehr los als letztes Jahr “, so der Vorsitzende Tobias Modrzejwski.

Ähnlich positiv lautete die Erfahrung bei der Dinslakener OMEGA-Trauerbegleitung. „Viele sind froh, wenn sie so den Einsteig zu einem Gespräch mit uns bekommen, ihre aufgestauten Gefühle loswerden“, hatte sich der Gesundheitstag für Michael Koch und seine Mitstreiter vor Ort schon nach den ersten zwei Stunden gelohnt.

Die Aspekte Gesundheit, Bewegung und Fitness seien zentrale Bestandteile des Gesundheitstages, unterstrich Organisator Werner Weinkath vom Bundesverband mittelständischer Wirtschaft. „Direkt von Mensch zu Mensch – gerade die individuelle Ansprache kommt gut an“, freute sich der Dinslakener über die positive Resonanz und gab für 2016 das Ziel von 50 Ausstellern aus.

Bewegung und Fitness waren der Schwerpunkt in der Wetthalle, wo sich auch die Tanzschule Lohbrand mit Kindertanzen, Hip-Hop und Zumbatanzen präsentierte. „Das trägt zur besseren Motorik und Beweglichkeit des Körpers bei“, unterstrich Doris Neumann die Bedeutung von Bewegung. Am Stand des MTV Rheinwacht konnte man die Kids des Vereins am Balken turnen sehen. „Jede Form von Bewegung ist besser als keine“, unterstrich der Verantwortliche für Breiten- und Gesundheitssport beim MTV Rheinwacht Dinslaken, Jürgen Witthaus.