Kohlehafen liegt auf Eis
25.03.2011 | 16:19 Uhr 2011-03-25T16:19:00+0100
Dinslaken/Voerde.Das Kohlehafen-Projekt von Evonik Steag in Voerde scheint auf Eis zu liegen. Wie die NRZ beim Regionalverband Ruhr (RVR) erfuhr, ruht zurzeit das Verfahren zur notwendigen Änderung des Regionalplanes. „Wir haben seit einem halben Jahr keinerlei Kontakt mehr mit der Steag in der Angelegenheit“, so Dr. Thomas Rommelsbacher, Bereichsleiter Planung beim RVR in Essen.
In der Mitgliedervollversammlung der Bürgerinitiative gegen den Kohlehafen („BI Kohlehafen e. V.“) hatte der Vorstand über die aktuelle Entwicklung berichtet. Derzeit liege beim RVR kein Antrag zur Änderung des Regionalplans vor, hieß es. Zudem sei noch unklar, wie die Planungen des Stadtwerkekonsortiums, die Anteile am Kraftwerksbetreiber Steag gekauft haben, aussehen. Da das so genannte Closing-Verfahren für den Kauf noch nicht abgeschlossen ist, möchten die Stadtwerke zum Thema Kohlehafen keine Aussagen machen. Nach Abschluss des Closing-Verfahrens will die BI Kohlehafen e.V. die Stadtwerke Dinslaken und Duisburg erneut um ein Treffen bitten.
Angesichts des erschütternden Atomunglücks in Japan diskutierte die Mitgliederversammlung die sich daraus ergebenen Konsequenzen für die Energiekonzepte in Deutschland.
BI-Vorstand
wurde bestätigt
Es wurde beschlossen, wieder regelmäßig einen öffentlichen Stammtisch abzuhalten. Dabei sollen vor allem die aktuellen Entwicklungen diskutiert werden, aber auch grundlegende Fragen über alternative Energiekonzepte – möglichst ohne Atom- und Steinkohlestrom – thematisiert werden. Der nächste öffentliche Stammtisch findet am Mittwoch, den 11. Mai im Haus Stapp um 19 Uhr statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.
Bei den Wahlen der BI wurde der bisherige Vorstand bestätigt: Vorsitzender Matthias Stickel, stellvertretender Vorsitzender Ingo Kock-Wingenfeld, Schatzmeisterin Heidemarie Reichenbruch, Schriftführerin Petra Schmidt-Niersmann sowie die Beisitzer Johannes Melters und Peter Schmidt.
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