Schlagerstar
König Wendler und sein Märchenschloss
14.12.2009 | 10:58 Uhr 2009-12-14T10:58:00+0100
Dinslaken. Im letzten Frühjahr brach Michael Wendler extra seinen Urlaub ab und suchte das Dinslakener Amtsgericht auf. Freiwillig. Er war auf eine Versteigerung aufmerksam geworden.
Unter den Hammer kam ein stattliches Anwesen von sechs Hektar Größe, auf dem eine Ruine vor sich hinrottete: das ehemalige Gestüt am nördlichen Ende der Franzosenstraße, das zuvor mehrfach den Besitzer gewechselt hatte und 2003 zwei Bränden zum Opfer gefallen war.
„Ich kannte das Objekt schon von früher”, erzählt der Schlagersänger, „und ich wollte es unbedingt haben.” Trotz des mit Kaufinteressenten randvollen Gerichtssaales und zuletzt zweier hartnäckiger Mitbieter setzte sich der Sänger durch: „Ich bekam den Zuschlag und erfülle mir damit jetzt einen Traum”, sagt Wendler. Für den Sänger ist das aber mehr als Eigennutz: „Ich will damit auch etwas für meine Heimatstadt Dinslaken tun”, betont er. Am Eingang zum Grundstück hat er seine Vorstellung auf ein Schild bannen lassen: „Hier baut Michael Wendler – Der ,König des Popschlagers' – sein Märchenschloss.”
Ein Dreivierteljahr danach schwebt der Richtkranz über dem Rohbau des Herrenhauses. Mit seinem Architekten, Ulrich Künne, Geschäftsführer der Dinslakener Neubauplanungsgesellschaft von Salm-Hochstraeten, bespricht Wendler einmal mehr den aktuellen Stand. Im nächsten Sommer soll das Herrenhaus fertig sein: „900 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, hochwertige Ausstattung mit ausgesuchten Materialien, ein schlossartiger Eingangsbereich mit Erkerturm, eine Eingangshalle mit stattlichen hohen Decken und mächtigen Marmorsäulen, mehrere offene Kamine, ein Schwimmbad mit integrierter Whirlpool-Anlage”, zählt Architekt Künne einige Highlights auf. Bei den Baukosten bleibt der Planer eher etwas vage: „deutlich siebenstellig”.
Verliebt in „Andalusier”
Aber das ist längst nicht alles, was auf dem weitläufigen Grundstück in Oberlohberg neu gebaut oder massiv restauriert wird. Denn „der Wendler”, wie er sich selbst bezeichnet, hat einiges vor. Er will das Gestüt, das hier erstmals Ende der 1970er Jahr entstand, wieder aufleben lassen. Er habe sich in eine spezielle spanische Pferderasse verliebt, verrät der Hobbyreiter: „Andalusier” heißt sie: normalerweise weiß, lange Mähne, langer Schweif, aber als „Black Jet”, als schwarze Züchtung, selbst dem Star „zu teuer”.
Für den Anfang sollen es drei Stuten und ein Hengst sein, die Wendler von der iberischen Halbinsel holen will. Für deren Pflege will er fachlich geschultes Personal einstellen.
Bauherr hat extravagante Wünsche
Im Stall, der zwar weitestgehend noch intakt, aber hochgradig renovierungsbedürftig ist, wird es auf 600 Quadratmetern 20 Boxen geben; hinzu kommen Nebenanlagen und ein Heuboden. Auch für die Pferde ist dem Wendler nichts zu teuer: Jedes Pferd bekommt einen „Außenpaddock”, was so etwas wie eine umzäunte Terrasse ist. Weitere acht Pferdeboxen stehen in einem Stallgebäude zur Verfügung, der wieder aufgebaut wird. Zu dem Komplex gehört übrigens auch noch ein großer See am Herrenhaus, der ebenfalls der Überarbeitung harrt.
Eine Herausforderung für Architekt Ulrich Künne, der trotz der „ambitionierten Vorstellungen und extravaganten Wünsche” seines prominenten Bauherrn des Lobes voll ist: „Besonderen Spaß macht dabei der Umgang mit dem kreativen Sänger, der stets vor Ideen sprüht und voller Visionen steckt.”
Eine solche Wendler-Vision ist es, mit seinem „Märchenschloss” auch seiner allgemein als eher provinziell geltenden Heimatstadt ein wenig Auftrieb zu verschaffen: „Ich mache mich für Dinslaken stark. Ich tue bewusst etwas für das Image dieser Stadt.”
Der Schlager-Star will sich am Ende der Franzosenstraße nicht einigeln, sondern sein Gestüt künftig auch für bedürftige Kinder öffnen, die hier Reitunterricht nehmen können. Tage der offenen Tür hat Michael Wendler bereits in Planung.
12:09
warum spricht er nicht über seine schwester bettina vieleicht schämt er sich ja
eine schwester zu haben
14:12
@ sky1975:
Bitte erst informieren, dann schreiben.
06:42
@elsem: Nochmal - erst informieren, dann kann man gerne einen Kommentar abgeben!!
00:11
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17:39
Ich bin sicherlich auch kein Fan, weder von der Musik noch von Herrn Wendler persönlich, dennoch spricht hier aus vielen der pure Neid. Ich gönne es ihm, er hat hart dafür gearbeitet und seine Schulden beglichen!
14:22
Da kommt man aus dem Staunen nicht heraus, was sich so einem Pleite Spediteur der angeblich nichts hat um seine Gläubiger zu Befriedigen alles
Leisten kann .!!!!
Aber von erfolglosen Leuten die ja nichts haben ausser Schulden gibt es ja in diesem Land viele,
kein Pfändbares Einkommen ,aber Rolex am Arm und Porsche vor der Tür und diese Teile gehören dann unser OMA oder der Perle/Frau/Lebensgefährtin oder Mama /Papa. HURRA Deutschland
HURRA Dokusoap Republik BRD
22:41
Der gute sollte mal erst sich informieren was er da züchten will. Andalusier gibt es nicht, dies ist lediglich eine Bezeichnung für alle Equiden die in Andalusien gezogen worden sind.
Die Rasse die er meint wären dann die Pura Raza Española (Pferde rein spanischer Rasse) und wenn er da niemanden hat, der sich mit dieser Rasse auskennt, wünsche ihm viel Erfolg das er ordentliche Zuchtstuten und einen gekörten Hengst bekommt.
19:01
Wenn er etwas für Dinslaken tun will,soll er sich endlich mal an die Geschwindigkeiten halten...mehr nicht.
13:12
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19:58
Nun wissen wir ja, welche Fans der Herr hat... Leute, die ohne Punkt und Komma und erst recht ohne Rechtschreibung auskommen. Wahrscheinlich teilen sie sich auch die Schulbildung ;-) Gleich und Gleich gesellt sich gern...