Kleingeld für die „Schatzkammer“

Kleingeld, Tageszeitungen und Pläne kommen ins Rohr, das anschließend von Hermann Tecklenburg, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Architekt Sven Blau (v.l.n.r.) im Grundstein eingemauert wurde.
Kleingeld, Tageszeitungen und Pläne kommen ins Rohr, das anschließend von Hermann Tecklenburg, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Architekt Sven Blau (v.l.n.r.) im Grundstein eingemauert wurde.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Grundsteinlegung für das Tecklenburg-Projekt: Münzen, Pläne und Tageszeitungen kamen ins Rohr.

Dinslaken..  Bis vor einigen Jahren kannte Hermann Tecklenburg Dinslaken nur vom Sport her. Weil Straelen gegen SuS 09 spielte, weil sein Sohn nach Dinslaken zu einem Spiel musste. Das hat sich geändert. Für ihn ist Dinslaken eine Stadt, die funktioniere. Und das Bauunternehmen trägt mit einem Neubauprojekt in der Altstadt seinen Teil dazu bei, dass es so bleibt. Gestern wurde für die „Schatzkammer“ der Grundstein gelegt.

In seiner Rede erinnerte Tecklenburg auch an seine Begegnungen mit Caritasdirektor Michael van Meerbeck. Für den Wohlfahrtsverband hatte das Bauunternehmen in Wesel ein Altenheim errichtet. Der Caritasdirektor war nicht der einzige kirchliche Vertreter, auch Armin von Eynern, Pfarrer der evangelischen Stadtkirche, war bei der Grundsteinlegung dabei. Ihm sei wichtig, dass neue Gebäude gesegnet werden, so Tecklenburg. Nicht nur weil die fünf neuen Wohnhäuser zwischen St. Vincentius und der evangelischen Stadtkirche liegen. „Ich bin der Meinung, dass der Segen einer Kirche einem Objekt gut tut“, so Tecklenburg. Sein Unternehmen halte an Traditionen fest, deshalb feiere man auch weiterhin die Grundsteinlegung und das Richtfest.

Während er für Dinslaken lobende Worte fand, übte der Unternehmer Kritik in Richtung Landeshauptstadt. Dabei spielte er auf die historischen Funde auf der Baustelle an. Die Kosten für die archäologischen Untersuchungen würde nicht das Land, sondern die Firma Tecklenburg zahlen. Finde man aber eine Tonne Silber, würde dieser Fund an das Land gehen.

Ein Großteil der Betondecke ist schon fertig. Ab Januar wolle man auf der Baustelle „Gas geben“. Wenn das Wetter mitspielt, könnten in einem Jahr die ersten Bewohner in die Schatzkammer einziehen, so Tecklenburg. Auf dem ehemaligen Hackfort-Areal entstehen fünf Gebäude mit unterschiedlicher Fassadengestaltung. Die Planung sieht 25 Wohnungen in den Größen von 60 bis 155 Quadratmetern vor, die bis auf eine Ausnahme barrierefrei mit einem Aufzug zu erreichen sind. Es ist eine Tiefgarage mit 35 Pkw-Stellplätzen vorgesehen. Neben den Eigentumswohnungen werden auch vier Gewerbeeinheiten errichtet. Nach Auskunft des Unternehmens sind über 50 Prozent der Wohnungen reserviert beziehungsweise verkauft.