Kleines Paradies im Dinslakener Blumenviertel

Ralf Federwisch und Ursula Elter präsentieren die Skizze des 2. Bauabschnitts des Sinnesgartens.
Ralf Federwisch und Ursula Elter präsentieren die Skizze des 2. Bauabschnitts des Sinnesgartens.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Nach Fertigstellung des 2. Bauabschnitts wird der gesamte Sinnesgarten beim Nachbarschaftsfest rund um die Erlöserkirche am 14. Juni eröffnet

Dinslaken..  Baukirchmeister Günter Dickmann spricht von einem „Leuchtturmprojekt innerhalb der Landeskirche und der gesamten Kirchengemeinde“. „Ein kleines Paradies im Blumenviertel. Im Garten blüht das Leben auf“, sagt Thomas Koch von der Diakonie. „Ein Garten für alle. Die große Gemeinschaft ist ein gutes Bild für Kirche“, ergänzt Pfarrer Ralf Federwisch.

Zur feierlichen Eröffnung des gesamten Sinnesgartens beim Nachbarschaftsfest rund um die Erlöserkirche an der Weißenburgstraße (s. Box) laden das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken und die Projektgruppe Sinnesgarten für Sonntag, 14. Juni, ein.

Café Vergissmeinnicht

Auch der 2. Bauabschnitt mit dem geschützten und auslaufenden Bereich ist jetzt fertig geworden. Dabei habe das Architekturbüro Schwarz „in großer Verantwortung den Bauherrn begleitet“, so Dickmann. „Wir fühlen uns gut aufgehoben.“ Durch das Café Vergissmeinnicht sei auch der Kontakt zur Diakonie wieder ganz nah. „Wir begleiten die ehrenamtliche Ausbildung der Helfer, etwa zehn Personen pro Jahr, und leisten professionelle Hilfe“, so Thomas Koch. Außerdem arbeite man den „Papierkram“ weg, etwa die Spendenbescheinigungen von Stadt, Sparkasse oder Glücksspirale.

„Alles greift ineinander“, sagt Federwisch, seit drei Jahren Pfarrer im Bezirk Erlöserkirche. Auch er freut sich über das große ehrenamtlich Engagement – nicht nur bei der Begleitung im Café Vergissmeinnicht, auch bei der Pflege von Garten, Kräuterbeet und Bänken. Und er betont: „Wir haben fast alles mit Spenden bezahlt. Diese waren sehr großzügig.“ Manches sei auch geschenkt worden, etwa die Buchsbäume aus Oberlohberg.

„Unerwartete Begegnungen“

Federwisch freut über die neue Weite und die Erfahrung von Raum, die Nutzer des Sinnesgartens genießen können. Jeder könne vorbeikommen, gucken und staunen. Ein Besuch sei der Höhepunkt aller Veranstaltungen von Gruppen im sehr aktiven Gemeindezentrum, die nicht zwingend an Kirche gebunden sind. „Das schafft unerwartete Begegnungen.“ Auch der integrative Kindergarten, die Bewohner des Hans-Hendgen-Hauses und die offene Jugendarbeit seien mit einbezogen, so Federwisch.

Der Kirchbaumeister habe das Projekt als Bauingenieur sehr professionell begleitet, „weitsichtig und präzise“. Auch nennt er Mitinitiatorin und Patin Erika Tepel. „Sie hatte vor vier Jahren die Idee zum Sinnesgarten und hat mit der Seniorenarbeit im Café Vergissmeinnicht angefangen.“ Presbyterium und Stadt Dinslaken hätten beim Projekt sofort mitgemacht, sogar der Präses der Landeskirche, Manfred Rekowski, war schon da.

Alle Initiatoren und Verantwortlichen sind zufrieden: „Der Sinnesgarten ist bei den Menschen angekommen.“