Klares Ja zur neuen Voerder Gesamtschule

Der neue Trakt der  Gesamtschule Voerde.
Der neue Trakt der Gesamtschule Voerde.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
162 Anmeldungen gibt es für den ersten Fünfer-Jahrgang, in Hünxe sind es 115. Zeitnahe Entscheidung über Zügigkeit.

Voerde/Hünxe..  Die neue städtische Gesamtschule Voerde kann mit starkem Rückenwind nach den Sommerferien an den Start gehen: 162 Kinder – 62 mehr als mindestens erforderlich gewesen wären – wurden von ihren Eltern für den ersten Fünfer-Jahrgang angemeldet. „Das ist eine absolut beeindruckende Zahl“, kommentierte Voerdes Schuldezernentin Simone Kaspar gestern auf NRZ-Anfrage das Ergebnis des Anmeldeverfahrens. Mit knapp 340 Grundschülern steht in Voerde im Sommer ein starker Jahrgang vor dem Wechsel auf eine weiterführende Schule. Die Anmeldequote für die neue Gesamtschule liegt bei fast 48 Prozent. Dezernentin Simone Kaspar sieht in dem deutlichen Ergebnis „eine Bestätigung der Richtigkeit des Ratsbeschlusses“. Sie hofft, dass nun auch „der letzte Zweifler überzeugt sein wird“.

In dem nun anstehenden Abstimmungsverfahren mit der Bezirksregierung Düsseldorf als oberer Schulaufsicht will die Stadt sich für ihr „erklärtes“ Ziel einsetzen, mit sechs Zügen an der neuen Gesamtschule zu beginnen. Damit könnten dort alle 162 Kinder aufgenommen werden. „Wir arbeiten ganz hart daran, dass das gelingt“, verspricht Kaspar. Sie gibt sich zuversichtlich, dass dies am Ende so sein wird. Die Entscheidung soll schnellstmöglich fallen, um den Eltern „Gewissheit“ zu geben. Die Dezernentin setzt auf Ende dieser Woche, spätestens aber Anfang nächster Woche.

Zeitgleich mit Voerde lief in der Gemeinde Hünxe das Anmeldeverfahren für die Gesamtschule. Dort wurden nach Informationen von Hauptamtsleiter Klaus Stratenwerth insgesamt 115 Kinder für das fünfte Schuljahr angemeldet. Davon kommen 22 Schüler aus der Nachbarkommune Voerde.

Mit 115 Anmeldungen für die fünften Klassen der Gesamtschule geht Hünxe „gesichert“ in die Vierzügigkeit, wie es gestern Hauptamtsleiter Klaus Stratenwerth formulierte. Wie berichtet, lautet die Vorgabe, dass eine neu gegründete Schule eine bestehende nicht gefährden darf. Das Ergebnis des Anmeldeverfahrens entspreche den Erwartungen, erklärt Stratenwerth. Mit 22 Anmeldungen rekrutiert sich fast ein Zug in Hünxe aus Voerder Schülern.

In den fünften Klassen von Gesamtschulen gilt wie im Fall von Realschulen und Gymnasien bei den Klassengrößen eine generelle Bandbreite von je 25 bis 29 Schülern. Ausgehend von diesen Zahlen müsste es „rein mathematisch“ möglich sein, bei 162 Anmeldungen von Voerder Kindern an der neuen Gesamtschule sechs Züge (sechs Klassen à 27 Schüler) zu bilden, wie Voerdes Schuldezernentin Simone Kaspar erklärt. Sie betont jedoch, dass es zunächst das formale Abstimmungsverfahren mit der Bezirksregierung und den Nachbarkommunen Hünxe, Dinslaken und Wesel abzuwarten gelte.

Im nächsten Schritt wird das Vorbereitungsteam zur Neugründung der Gesamtschule Voerde installiert, das sich an die weitere schulkonzeptionelle Arbeit macht. Zu seinen vielfältigen Aufgaben gehört neben den Themen Lernkonzept und Lehrbücher etwa auch die Bildung der Klassen, wie Kaspar ausführt. Des weiteren soll zeitnah die Schulleiterstelle ausgeschrieben werden. Für die Zusammensetzung der Lehrerschaft zeichnet auch die Bezirksregierung verantwortlich.

Nach den Osterferien plant die Stadt Voerde, einen Workshop für die Eltern anzubieten, deren Kinder die neue Gesamtschule nach den Sommerferien besuchen werden. Dabei geht es etwa um die Frage, ob über den für Montag, Mittwoch sowie für Donnerstag vorgesehenen Nachmittagsunterricht hinaus auf Seiten der Elternschaft ein Betreuungsbedarf besteht.