Kita-Streik: Elternbeiträge sollen erstattet werden

Dinslaken..  Die Stadt plant, den Eltern der städtischen Kitas für die Zeit des Erzieherinnen-Streiks die Beiträge erstatten. Eine entsprechende Beschlussempfehlung brachte gestern der Jugendhilfeausschuss einstimmig auf den Weg. Den Ausschlag dafür gaben gestern zu Beginn der gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfe- und des Schulausschusses Eltern und streikende Erzieherinnen, die im Rahmen der Einwohnerfragestunde zu Wort kamen.

„Die Grenze der Belastbarkeit für die Familien ist erreicht“, schilderte eine Elternvertreterin der Kita Hühnerheide. Den Erzieherinnen mache man jedoch keinen Vorwurf, sie unterstützten die Familien durch ihre Arbeit. Auf die Eltern-Frage nach der Rückerstattung der Beiträge erklärte Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann, die Verwaltung plane, der Politik einen Beschlussvorschlag zu diesem Thema vorzulegen. Der wurde auf Anregung der Politik, die sich einhellig für die Erstattung der Beiträge aussprach, dann sofort auf den Weg gebracht. Die Gebühren sollen zurückgezahlt werden - egal, ob die Kinder eine Notgruppe besucht haben oder nicht. Refinanziert wird die Maßnahme durch die Einsparung der Personalkosten, die sich während des Erzieherinnen-Streiks ergeben. Außerdem soll die Verwaltung eine Resolution verfassen, in der der kommunale Arbeitgeberverband aufgefordert wird, die Tarif-Verhandlungen weiterzuführen, um den Streik rasch beenden zu können.

Fragen bei den Eltern wirft offenbar auch die Aufnahme in den Notgruppen auf. Nach welchen Kriterien die Plätze vergeben werden, wollten die Eltern wissen. Jugendamtsleiter Lothar Muschik räumte ein, dass es sehr viele Anfragen in den Notgruppen an der Riemenschneiderstraße und an der Douvermannstraße gebe und man nicht allen Wünschen gerecht werden könne. Berücksichtigt würden vorrangig Alleinerziehende und Berufstätige, die sich häufenden Anfragen seien jedoch ein großes Problem.