Kinder üben Politik vor Ort
08.02.2012 | 18:06 Uhr 2012-02-08T18:06:00+0100Dinslaken.„Gebt den Kindern das Kommando“, fordert Sänger Herbert Grönemeyer in einem seiner Lieder. Doch wenn es einmal so weit ist, sehen sich auch die Kleinen mit ganz alltäglichen Problemen konfrontiert. So debattierten die Viertklässler der Gartenschule am Dienstag im Düsseldorfer Landtag darüber, ob die Sommerferien für mehr Bildung verkürzt werden sollen. Im Plenarsaal durften die Kinder sich auf die Plätze der Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen und der Minister setzen. Maria Kurth aus der Klasse 4A eröffnete als Landtagspräsidentin die Diskussion: „Das war schon ein anderes Gefühl, so da oben auf dem Podest und mit Mikrophon.“ Adrian Witzke und Judith Boland fanden die notwendige Überzeugungsarbeit interessant: „Wir brauchten noch vier Stimmen, um unseren Antrag durchzusetzen. Da mussten wir ganz schön argumentieren.“
Abgeordnete für das Schulparlament
Das Ergebnis der Abstimmung: Die Sommerferien werden nicht verändert. Kinder brauchen Bildung und Erholung. Die abschließende Meinung nach dem Landtagsbesuch war einhellig: „ Politiker zu sein, ist sehr cool, abwechslungsreich und interessant – aber auch anstrengend. Man bekommt davon einen riesigen Hunger!“
Politische Bildung wird an der Gartenschule groß geschrieben: Bereits ab Klasse 1 wählen die Kinder ihre Abgeordneten für das Schulparlament, das die Interessen der Kinder vertritt.
Neben dem Schulvertrag, der die Rechte und Pflichten von Kindern und Erwachsenen festlegt, lernen die Kinder auch die Kinderrechte der UN kennen. Diese werden jährlich mit einer großen Schulaktion gefeiert.
Die Fahrt zum Düsseldorfer Landtag ergänzt das Thema Kommunal- und Landespolitik in Klasse 4.
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