Keine Altweiberparty am Dinslakener Altmarkt

Die Party am Altmarkt fällt in diesem Jahr aus.
Die Party am Altmarkt fällt in diesem Jahr aus.
Foto: Heiko Kempken/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Festkomitee sagt Fete in der Altstadt für dieses Jahr ab, auch die Narrenparade fällt aus

Dinslaken.. Die jecken Weiber aus Dinslaken müssen sich in diesem Jahr einen anderen Ort suchen, um unter freiem Himmel am Karnevalsdonnerstag zu feiern. Denn die große Altweiberparty, die es seit mehr als zehn Jahren auf dem Altmarkt gegeben hatte, findet zumindest in diesem Jahr nicht statt. Das bestätigte gestern auf NRZ-Anfrage Frank Sachse, neuer Vorsitzender des Festkomitees Dinslakener Karneval, das in den vergangenen Jahren als Veranstalter aufgetreten war.

Sachse, der im Herbst als Vorsitzender auf den Festkomitee-Präsidenten Egon van Lierop gefolgt war, gab gesundheitliche Gründe für die Absage an. Kurz nach seiner Wahl sei er für mehrere Wochen erkrankt, habe dann die Altweiberparty nicht vorbereiten können. Und als Geschäftsführer der Pinguine sei er mit Organisatorischem und dem Kartenverkauf für deren Sitzungen danach ausgelastet gewesen. „Wir haben ja auch alle noch Vereine, in denen wir eingebunden sind“, so Sachse mit Verweis auf den übrigen Festkomitee-Vorstand.

Jetzt am Mittwoch sei das Festkomitee dann bei der Stadtverwaltung vorstellig geworden, um zu besprechen, ob die Altweiberparty in der Kürze der Zeit noch realisiert werden könnte. „Man hat uns abgeraten“, sagt Sachse. Er sei über die Absage auch nicht traurig, weil er lieber ganz auf die Veranstaltung verzichte, bevor man aufgrund der fehlenden Vorbereitungszeit eine unattraktive Fete ausrichtet.

Direkt nach Aschermittwoch wolle man sich dann im Festkomitee, dem nun endlich alle Dinslakener Vereine angehören, zusammen setzen, um Ideen zu sammeln und ein Konzept für eine tolle Altweiberparty am Altmarkt im kommenden Jahr auf die Beine zu stellen, verspricht Frank Sachse.

„Ich finde das sehr schade. Die Absage der Altweiberparty ist contraproduktiv für das Vorhaben, die Altstadt zu beleben“, kommentierte Ulrich Tekathen, Vorsitzender der IG Altstadt, die Neuigkeit.

Stadtmarketingchef Jörg Springer bedauerte ebenfalls, dass es in diesem Jahr keine Altweiberparty gibt, ist aber für das kommende Jahr guter Dinge: „Ich habe den Eindruck, dass das neu aufgestellte Festkomitee da ordentlich was auf die Beine stellen will und kann“, so Jörg Springer.