Jusos setzen auf Digitalisierung

Politik zum Selbermachen: Die Jusos sammelten Ideen und diskutierten, welche Themen und Probleme in Dinslaken auf die Agenda gehören.
Politik zum Selbermachen: Die Jusos sammelten Ideen und diskutierten, welche Themen und Probleme in Dinslaken auf die Agenda gehören.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Dinslakener SPD-Nachwuchsorganisation will mit einem Zukunftsprogramm in das neue Jahr starten.

Dinslaken..  Neues Jahr, neue Herausforderungen – die Dinslakener Jusos starteten gestern ins kommunalpolitische Jahr 2015. In der SPD-Zentrale kamen der Vorsitz und weitere Jusos zusammen, um Ideen austauschen, zu diskutieren und den Rahmen für ein Zukunftsprogramm zu erarbeiten.

Patrick Müller, der seit einem Jahr den Vorsitz bei den Dinslakener Jusos inne hat, leitete die Runde. Ihm war es ein Anliegen, ein „dynamisches Programm für jeden“ zu entwickeln. So soll das Konzept fortlaufend optimiert und erweitert werden. Wichtig sei vor allem, einen Anreiz für junge Menschen zu setzen, sich zu engagieren, beschrieb Müller die Motivation für das Programm. Gleichzeitig dient es aber natürlich auch den Jusos, um sich politisch für das neue Jahr zu positionieren.

In der Diskussion ging es den Beteiligten vor allem um die Frage, wie Dinslaken für junge Menschen noch attraktiver und lebenswerter werden kann. Die Neutor-Galerie wurde dabei lobend erwähnt, doch mit Blick auf den Konkurrenzkampf mit anderen Städten dürfe man sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen, mahnte etwa Andre Rutter.

Die Idee für die WLAN-Hotspots in der Neustraße wurde als Beispiel für einen potenziellen Attraktivitätsgewinn angeführt. Zudem unterstützen die Jusos das Anpassen der Öffnungszeiten in der Innenstadt auf eine „Kernzeit“. Ein weiterer Punkt zur Stärkung des Einzelhandels war die Idee für eine App, mit der Produkte online bei lokalen Händlern bestellt werden können. Ein ähnliches Konzept gibt es bereits in Wuppertal.

Ganz allgemein legten die Jusos in ihrem Austausch viel Wert auf digitale Neuerungen. So stand beispielsweise eine Facebook-Seite zur Debatte, auf der Problemstellen und Beschwerden über Mängel im Stadtgebiet gemeldet werden können. Eine weitere App für den Dinslakener Ausbildungsmarkt wurde von den Jusos als Maßnahme zur Koordinierung von Angebot und Nachfrage angeführt. Doch auch „analoge“ Themen der Kommunalpolitik fanden Eingang in die Debatte. So war es einigen ein Anliegen, die Ausgehmöglichkeiten für junge Menschen weiter auszubauen. Dabei wurde auch auf potenzielle Flächen im Bereich der Thyssenstraße verwiesen, wo sich mit der Kuka und dem Congaz ja bereits entsprechende Einrichtungen befinden.

Schnell wurde ersichtlich, dass es den Jungpolitikern an innovativen Ideen nicht mangelt. Welche Konzepte letztlich erfolgreich umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Manche Beiträge wirkten sehr ambitioniert, andere erschienen durchaus realistisch und werden wohl auch Eingang in die entsprechenden Gremien finden.

Das Zukunftsprogramm wird am 18. Januar bei der Jahreshauptversammlung der Dinslakener Jusos vorgestellt. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.