Junge Räuber legten Geständnisse ab

Dinslaken/Duisburg..  Rückhaltlose Geständnisse legten drei junge Räuber am dritten Verhandlungstag vor dem Landgericht Duisburg ab. Die drei 26, 25 und 23 Jahre alten Männer - zwei kommen aus Duisburg, einer wohnt inzwischen in Köln - räumten ein, am 30. September 2014 einen Getränkemarkt an der Otto-Lilienthal-Straße überfallen zu haben.

Der 23-jährige Angeklagte wiederholte sein Geständnis, das er nach seiner Festnahme schon bei der Polizei abgelegt hatte. Danach habe man den Tatplan gemeinsam gefasst, sich mit Cuttermessern bewaffnet, um die Angestellten zu zwingen, die Kassen zu öffnen. Er habe so viel Angst gehabt, dass er sich vor der Tat mit Wodka und einem Joint Mut machen musste.
Trotzdem habe er vor lauter Nervosität sein Cuttermesser beim Betreten des Ladens fallen lassen. „Ich habe es wieder aufgehoben und es einer Angestellten gezeigt.“ Als die Frau, wie von ihm verlangt, eine Kasse öffnete, habe er 2700 Euro heraus genommen.

Der 25-Jährige gab an, er hätte sich von den beiden Mitangeklagten zu der Tat überreden lassen. Auch er sei mit einem Messer bewaffnet gewesen, sei aber am Eingang des Geschäfts stehen geblieben. „Eigentlich sollte ich die andere Kasse machen, aber ich hatte zu viel Angst.“ Nachdem er seinem Komplizen zugerufen habe, man solle jetzt abhauen, gaben beide Fersengeld.

Draußen wartete schon der dritte Mann im Fluchtwagen. Der 26-Jährige räumte ein, im Wagen auf die Mittäter gewartet zu haben. Dann habe er Gas gegeben und seine Wohnung im Duisburger Norden angesteuert, wo die Beute gerecht geteilt worden sei.

Den Geständnissen war eine Verständigung vorausgegangen, mit denen den Angeklagten für die schwere räuberische Erpressung Strafen von nicht mehr als sechs Jahren zugesichert worden war. Ein Urteil wird voraussichtlich am übernächsten Verhandlungstag Ende April gesprochen.