Junge Menschen mit Liebe zur Musik

Die Preisträgerinnen und Preisträger vor ihrem Konzert.Foto:Heiko Kempken
Die Preisträgerinnen und Preisträger vor ihrem Konzert.Foto:Heiko Kempken
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
13 lokale Talente errangen 1. Preise beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, 12 von ihnen traten im Preisträgerkonzert im Dachstudio auf

Dinslaken.. Wenn das kein Erfolg ist: 123 Nachwuchstalente stellten sich vor drei Wochen der Jury im Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ in Dinslaken. 13 von ihnen gehören zu den lokalen Talenten der Dinslakener Musikschule. Und jeder von diesen errang einen ersten Preis. Am Sonntag stellten sie ihr Können im alljährlichen Preisträgerkonzert im Dachstudio vor. Ein lockeres Aufspielen und weiterer Praxistest, bevor es zum Landeswettbewerb geht, für die Preisträger und für die Zuhörer ein Konzert, das, wie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Dinslaken Thomas Groß feststellte, wie immer voller Überraschungen steckte.

Wer würde zum Beispiel glauben, dass Timon Kordos morgen erst 10 Jahre alt wird, wenn man hört, wie er Loukas Kordos (Posaune) am Klavier begleitet? Die impressionistische „Serenade“ von Frederick Delius hätte auch bei einem modernen Jazzkonzert der Anfang ausgiebiger Improvisationen sein können.

„Weil es Spaß“ macht, hätten die meisten der 13 Preisträger im Fragebogen auf die Frage geantwortet, warum sie an „Jugend musiziert“ teilgenommen haben, so Thomas Groß, als er gemeinsam mit Musikschulleiter Sebastian Rakow Urkunden und Gutscheine überreichte. Aber Jugend musiziert ist auch eine Schmiede zukünftiger Berufsmusiker. Franziska Fait zum Beispiel strebt eine Karriere als Sängerin an. Was man von der von Johannes Schwerdt am Flügel begleiteten Sopranistin an Schubert- und Mozart-Liedern hörte, klang äußerst vielversprechend. „Und wenn man ihnen ins Gesicht sieht, sieht man die Liebe zur Musik“, geriet Thomas Groß ins Schwärmen.

Saitenzauber

Überraschungen für viele boten wohl auch die beiden Duisburger Melisa Görgülü und Ünal Calik. Sie nahmen die Möglichkeit wahr, im Dinslakener Regionalwettbewerb sich mit ihrem Instrument, der Baglama, der Jury zu stellen. Melisa Görgülü stellte unter Beweis, dass Zupfinstrumente keine Männerdomäne sind und Ünal Calik, der heute 23 Jahre wird, begeisterte das Publikum mit einem Saitenzauber, zu dem Percussion auf dem Korpus des Instrumentes genau so gehörte wie Tapping-Techniken, die man sonst nur von Metal-Gitarristen kennt.

Natürlich trifft man beim Preisträger-Konzert auch immer wieder vertraute Gesichter. Katharina Schwerdt zum Beispiel, die mit der ebenfalls trotz ihres jungen Alters schon mehrfach erfolgreichen Lisann Böhnke (Violine) und mit Anna Lahaye und Hendrik Gruber (beide Trompete) erste Preise einfuhr. Zwilling Thorben Gruber nahm übrigens nicht mehr teil, er folgt seinem Bruder Marc und hat sich bereits für eine Profikarriere entschieden.

Entscheidungen, über die sich Ngoc Linh Do (10) und Susanne Suerbaum (11) noch keine Gedanken machen brauchen. Auch wenn ihr Ukrainisches Concertino am Flügel schon jetzt meisterlich klang.