„Jetzt die Fachkräfte von morgen ausbilden“

Dinslaken..  Während im Agenturbezirk Wesel die Arbeitslosigkeit im März um 454 auf 29 557 Personen (0,1 auf 7,5 %) sank, ist in der Geschäftsstelle Dinslaken (zuständig für Dinslaken, Voerde und Hünxe) die Arbeitslosigkeit von Februar auf März um 33 auf 4804 Personen gestiegen. Das waren 101 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,8 % (7,7 %).

865 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos (+44). 832 beendeten ihre Arbeitslosigkeit (+21). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2594 Arbeitslosmeldungen (-47); dem gegenüber stehen 2258 Abmeldungen von Arbeitslosen (-79).

Arbeitslosengeld I (Agentur) bezogen im März 1274 Personen (-20). Beim Arbeitslosengeld II (Jobcenter) waren es im März 3530 Personen (+121).

Der Stellenbestand im Amtsbezirk Dinslaken ist im März um 35 Stellen auf 531 gestiegen, das sind 115 Stellen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitgeber meldeten im März 200 neue Stellen (+41). Beim Ausbildungsstellenmarkt gab es seit 1. Oktober 2014 in Dinslaken 736 Bewerber, davon sind 410 noch unversorgt. Die Zahl der Ausbildungsstellen verringerte sich um 42 auf 469, noch unbesetzt sind 323.

Es gelte, „jetzt die Fachkräfte von morgen auszubilden“, betonten Elisabeth Karnowka (Agentur für Arbeit) und Kornelia Zippel (Jobcenter) im Pressegespräch. Im Handwerk generell, besonders bei Kundendiensten (Gas-, Wasser-, Heizungsinstallateure), in Haustechnik und natürlich im großen Bereich Pflege würden Fachkräfte gesucht. Dabei müssten Ausbildungsbetriebe „kompromissbereiter“ sein, denn mit schlechteren Noten sei man nicht unbedingt auch der schlechtere Handwerker: „Über Motivation lässt sich eine Menge auffangen.“ Auch die jüngste Jobbörse für Arbeitnehmer, Auszubildende und Schulabgänger („ein neuer Ansatz“) habe eine positive Resonanz ergeben: „Hier bewegt sich etwas.“

Thema Asylbewerber: „Uns im Jobcenter wurden etwa 90 Bedarfsgemeinschaften, also komplette Familien, überstellt“, so Zippel. „Einige Personen waren schon in Arbeit und können auch einen Beitrag zum Fachkräftemangel leisten.“