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„Jede Bewegung ist besser als keine“

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Dinslaken. Ganz langsam das Bein heben, den Widerstand spüren und wieder zurück. Karin Bozic trainiert eifrig unter den Fittichen von Physiotherapeut Marc Laufkötter am Beinstrecker im neuen Physiotherapiezentrum Lang am St. Vinzenz-Hospital. Seit vergangenen Montag ist das Zentrum einsatzbereit. Die Geräte stehen schon, die Patienten trainieren, hier und da müssen noch einige Veränderungen vorgenommen werden, um die gesamte Spannbreite an Maßnahmen vornehmen zu können.

„Im Gegensatz zum Standort an der Krengelstraße geht es hier in erster Linie um vom Arzt verordnete Physiotherapie“, erzählt Andreas Nick, zuständig für die Entwicklung neuer Einrichtungen und Ansprechpartner für Ärzte im Gesundheitszentrum Lang. Doch natürlich können auch Therapien privat wahrgenommen oder fortgesetzt werden, wenn die Krankenkassen eine weitere Behandlung nicht mehr bewilligen.

Vor allem älteres Publikum sei im Haupthaus anzutreffen. Durchschnittsalter 45 Jahre, so schätzt Andreas Nick. Anders als in den reinen Fitnesscentern also. „Zu uns kommen viele Kunden und Patienten mit Vorerkrankungen im orthopädischen oder Herz-Kreislauf-Bereich. Die haben gerne eine Rundum-Betreuung.“ „Wir beginnen immer mit einer gründlichen Anamnese, besprechen mit dem Kunden, was geht und was nicht. Anhand der Daten entwerfen wir ein Trainingsprogramm, dass passgenau auf den Kunden oder Patienten zugeschnitten ist“, erklärt Nick die Vorgehensweise.

Anschließend kann der Kunde mit dem Training beginnen. Ob Laufband, Fahrrad oder Crosstrainer, ob Kurse wie Nordic Walking oder das Aqua Training – dem Kunden stehen alle Bereiche offen. „Da wir im Gesundheitszentrum eine Reha-Klinik betreiben, ist das Bewegungsbad vorgeschrieben, so dass wir es auch anderen Kunden anbieten können. Sonst wäre das gar nicht rentabel“, so der Sportlehrer.

Grundsätzlich sei jede Bewegung gut, ob in der Natur oder im Fitnesscenter. „Hier am Laufband können wir kontrollierter vorgehen, Steigungen eingeben, den Puls überwachen. Am Ergometer und beim Krafttraining werden gezielt Muskelaufbau, Kraft und Ausdauer gefördert und erhöht.“ Ob in der Natur, daheim oder an Geräten im Gesundheitszentrum – überall gilt eines zu beachten – nur kontinuierliches Üben bringe gesundheitliche Fitness.

Sportlich, durchtrainiert und gesund – das seien die Schlagworte der heutigen Zeit. „Die Arnold Schwarzeneggers der 80er Jahre sind out“, weiß Andreas Nick zu berichten.

Alterseinschränkungen beim Sport gebe es nicht, im Gegenteil. Gerade um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen sei sportliche Betätigung wichtig. „Im Alter sollte man jedoch vermehrt auf Sportarten achten, die nicht noch zusätzlich die Gelenke angreifen. Das ist heute bei der Vielzahl der Möglichkeiten kein Problem mehr und Sport hilft so, ein Stück Lebensqualität zu erhalten.“ Einige Krankenkassen würden inzwischen derartige Präventionen unterstützen, „aber auch wenn nicht, sollte die Gesundheit einem jeden etwas Wert sein“. Leichter gesagt als getan, wenn nicht viel Geld in der eigenen Geldbörse vorhanden ist. „Das stimmt“, gibt Andreas Nick zu. „Rücksprache mit Arzt und Kasse halten, werden die Kurse nicht mehr finanziert, schwimmen gehen, wandern oder Rad fahren. Jede Bewegung ist besser als keine.“

Birgit Gargitter

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„Jede Bewegung ist besser als keine“
„Jede Bewegung ist besser als keine“
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2015-01-21 00:10
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