Ist das ein Grün- oder Parkstreifen?

Dieser Nicht-mehr-Grünstreifen wird häufig zugeparkt.
Dieser Nicht-mehr-Grünstreifen wird häufig zugeparkt.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Anwohner der Bergerstraße ärgern sich über einen zugeparkten Überweg und schildern das Problem seit über einem Jahr sowohl dem Landesbetrieb Straßen NRW als auch der Stadt.

Dinslaken.. Was grün ist und was nicht, darüber gibt es in Dinslaken spätestens seit der Sanierung des Ententeichs unterschiedliche Auffassungen. Dass aber dieser Grünstreifen an der Bergerstraße eher nicht grün ist, sollte selbst in Dinslaken unstrittig sein. Wobei das Problem an diesem Nicht-Grünstreifen weniger die Farbe ist, als die Tatsache, dass Autofahrer ihn als Parkstreifen betrachten - ebenso wie den nebenliegenden Gehstreifen vor der Verkehrsinsel. Und dass die Anwohner vor lauter parkenden Autos kaum über den Überweg kommen und Kinder zwischen den Wagen vom Verkehr kaum wahrgenommen werden. Dieses Problem schildern Anwohner seit über einem Jahr sowohl dem Landesbetrieb Straßen NRW als auch der Stadt. Die sich gegenseitig die Zuständigkeit zuschieben, so ein Anwohner.

Seit Juni 2014 versuche man, bei der Stadt oder Straßen NRW zu erreichen, dass an der Stelle etwa ein Poller gebaut wird, damit Fußgänger wieder sicher über die viel und mitunter auch schnell befahrene Straße, den Zubringer zur Autobahn, kommen. Denn wenige Monate zuvor sei der Grünstreifen bei Arbeiten an einem Verteilerkasten, nun ja, verschwunden. Seitdem nutzten auch Kunden der nahegelegenen Pizza den Nicht-mehr-Grünstreifen zum Parken.

Doch schon auf die Frage, ob das Parken hier erlaubt ist, gibt es offenbar zwei Antworten.

Ja – sagt die Stadtverwaltung. Schließlich stehe an der Stelle kein anderslautendes Schild. Und nur auf Grünstreifen sei das Parken verboten - und wenn man die Ausfahrt aus dem danebenliegenden Grundstück behindere.

Nein – sagt Straßen NRW. Denn das, so begründet Sprecher Wilhelm Kuypers, „ist ja ein Grünstreifen“.

Das Problem: die Bergerstraße ist eine Landstraße: die L 462. Die Stadt Dinslaken dürfte hier Knöllchen an Falschparker verteilen. Aber das Bestreifen der Außenbezirke sei bei nur sechs halben Stellen, die der Stadt dafür zur Verfügung stünden, einfach nicht machbar, so Stadtsprecher Horst Dickhäuser. Der Straßenbaulastträger aber ist Straßen NRW. Nur der Landesbetrieb könnte also Grün pflanzen. Oder alternativ einen Poller aufstellen. Darüber denkt man dort nun nach, versichert Kuypers. Allerdings „geht das nicht von heute auf morgen“.