„In mehrfacher Hinsicht ein Vorzeigeprojekt“

Dinslaken..  Am Baßfeldshof hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Neben der Gestaltung des Mehrgenerationenparks, der renovierten Sekundarschule und zahlreichen weiteren Projekten wurden nun die Umbaumaßnahmen in drei Wohnkomplexen fertiggestellt. Im Beisein von Bürgermeister Michael Heidinger und weiteren Vertretern der Stadt stellte Walter Ziegler (Immeo Wohnen GmbH) die Neuerungen vor.

Bei der Modernisierung von 96 Wohnungen, die sich in Nähe des Marktplatzes befinden, war es den Verantwortlichen ein Anliegen, „ein breites Angebot zu schaffen“, wie Ziegler es formulierte. Die Wohnungen sollen dem demografischen Wandel, einer immer älter werdenden Bevölkerung, aber auch unterschiedlichen Familienkonstellationen Rechnung tragen.

Gerade der Zuwachs an Senioren stellt neue Herausforderungen an die Quartiersplanungen, nicht nur am Baßfeldshof. Barrierefreies Wohnen, Möglichkeiten zur ambulanten Versorgung sowie größtmögliche Selbstständigkeit der Bewohner sind dabei wichtige Punkte, die in die Planungen einbezogen wurden. So sei hier, wie Bürgermeister Michael Heidinger hervorhob, „in mehrfacher Hinsicht ein Vorzeigeprojekt“ entstanden. Der Mehrgenerationenpark, die gute Nahversorgung, Freizeitmöglichkeiten und nun eben die Realisierung neuer Wohnformen seien Indikatoren für eine erfolgreiche Stadtentwicklung.

Die Modernisierungsmaßnahmen wurden jedoch nicht nur auf die Wohnungen angewandt, sondern sind schon von außen sichtbar. So zum Beispiel der treppenfreie Zugang zu den Gebäuden und ein spezielles Entsorgungssystem für den Hausmüll, das auch problemlos von Menschen im Rollstuhl genutzt werden kann.

Die modernisierten Wohnungen sind voll ausgelastet. Jene, die noch keiner Modernisierung unterzogen wurden, sollen je nach Bedarf sukzessive ebenfalls angepasst werden.

Siglinde Giese, die vor einem Jahr an den Baßfeldshof gezogen ist, zeigt sich von dem Konzept überzeugt. Erst waren alle dagegen, dass sie hierhin ziehen wollte, berichtet die 61-Jährige. Doch ihre Wohnung, die gute Nahversorgung und der Park, in dem sie Zeit mit ihrem Enkelkind verbringen kann, haben mittlerweile auch Freunde und Familie zum Umdenken bewogen.

So scheint die Zusammenarbeit zwischen privater Gesellschaft, der Stadt und den Kooperationspartnern – wie dem Projekt Blumenviertel – Früchte zu tragen. Der Standort könnte daher Modellcharakter für weitere bauliche Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden Gesellschaft abzielen, haben.