„Ich werde mich kümmern“

Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Der Hünxer SPD-Bürgermeisterkandidat Werner Schulte startete in Drevenack seineneun Marktplatzgespräche, beantwortete Fragen und nahm Anregungen der Bürger mit.

Hünxe..  Vor dem Edeka-Markt an der Hünxer Straße in Drevenack herrscht an diesem Samstagmorgen reges Treiben, der Parkplatz ist gut gefüllt, zwischen den Autos und dem Lebensmittelmarkt pendeln die Einkaufenden hin und her. „Guten Morgen. Haben Sie Fragen an den Bürgermeisterkandidaten?“ Werner Schulte (SPD) steht zusammen mit seiner Ratskollegin und stellv. Bürgermeisterin Waltraud Schilling in der Nähe an einem Stehtisch mit Werbeflyern und sucht das Gespräch. Es ist der erste Termin seiner neun Marktplatzgespräche, die in den kommenden Wochen in den drei großen Ortsteilen Drevenack, Bruckhausen und Hünxe stattfinden. Jeweils drei Stunden nimmt sich Werner Schulte dafür Zeit.

Auch an diesem Morgen. Und die Resonanz ist recht gut. Zwar gehen mache Einkäufer vorbei („keine Zeit“, „ich bin aus Schermbeck“, „ich überleg mir was“, „ach ja, die Wahl, viel Glück“), aber es gibt auch konkrete Fragen und Anregungen zu Themen in Drevenack: „Findet der Endausbau der Marienthaler Straße ohne Laternen statt?“ – „An der B 58 wird immer geblitzt. Auch am Ortsausgang sollte die Geschwindigkeit kontrolliert werden. Dort sind viele Kinder unterwegs.“ – „Sind an der Autobahn Lärmschutzmaßnahmen angedacht? Vor allem die Motorradfahrer hört man nachts.“ – „Wann kommt der Kreisverkehr im Ortskern? Zur Verkehrsberuhigung brauchen wir eine Tempo-30-Zone und Kontrollen.“ – „Mehr Barrierefreiheit ist nötig. Es gibt noch zu viele hohe Bordsteinkanten, die das Queren der Straße mit Kinderwagen erschweren.“

Werner Schulte machte sich fleißig Notizen und versprach: „Ich werde mich kümmern und darauf hinwirken, soweit es meiner Macht steht. Ich werde Ihre Anregungen mit ins Rathaus nehmen.“

Auch das Thema Asylbewerberheim in Drevenack wurde angesprochen. Eine Passantin: „Ich finde die Diskussion unmöglich. Man muss sich schämen, wie manche Anlieger sich äußern.“ Ein Mann hinterließ seine Visitenkarte, um sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Andere Stimmen: „Aufnahme ja, aber der ausgewiesene Standort ist schlecht.“ „Können wir Frauen und Kinder uns sicher fühlen? Dort werden nur Männer untergebracht. Ich werde mir überlegen, ob ich hier weiter jogge.“ Werner Schulte: „Es liegt bei uns, wie wir damit umgehen.“ Gleichzeitig verwies er auf die gut angenommene Teestube in Hünxe. „Gehen Sie mal dorthin und lernen Sie die Leute kennen.“

Zwar unterbrach ein längerer Regenschauer die letzte Stunde seines ersten Marktplatzgesprächs, aber Werner Schulte zeigte sich mit dem Auftakt zufrieden: „Mir ist der direkte Draht zu den Menschen wichtig. Man muss die Leute da abholen, wo sie stehen.“